"Hände hoch, nicht schießen"

Nach tödlichen Polizeischüssen: Weitere Proteste in USA 

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Nach Protesten in Charlotte gehen jetzt die Menschen auch im südkalifornischen El Cajon auf die Straßen.

El Cajon - Mehr als hundert Menschen haben am Mittwoch im südkalifornischen El Cajon gegen tödliche Polizeischüsse auf einen Afroamerikaner in ihrer Stadt protestiert.

Immer wieder erklangen Sprechchöre wie "Hände hoch, nicht schießen" oder "Das Leben von Schwarzen zählt". Die Demonstranten warfen den beteiligten Polizisten vor, die tödlichen Schüsse ungerechtfertigt und aus rassistischen Gründen abgegeben zu haben. Das Opfer war unbewaffnet.

Zwei Beamte hatten den Afroamerikaner nach Polizeiangaben in der Nacht zum Mittwoch hinter einem Restaurant in der rund 25 Kilometer östlich von San Diego gelegenen Stadt gestellt. Sie waren durch Berichte alarmiert worden, dass ein Mann, der offensichtlich "außer sich" sei, mitten im Straßenverkehr herumlaufe.

Mann richtete E-Zigarette auf Polizisten

Die Beamten hätten versucht, mit dem hin- und herlaufenden Mann zu sprechen, teilte die Polizei weiter mit. Dieser habe dann plötzlich einen "Gegenstand" aus seinen Hosentaschen gezogen und damit auf die Polizisten gedeutet. Wie sich später herausstellte, handelte es sich dabei um eine E-Zigarette. Dies habe ausgesehen, als ob er auf die Beamten habe schießen wollen. Einer der Beamten habe daraufhin mit seiner Schusswaffe, der andere mit einem Taser auf den Mann gefeuert.

Bei dem Opfer handelte es sich laut Polizei um den 38-jährigen Alfred Olango, der in El Cajon lebte. Laut Aussagen von Verwandten ist Olango ein Flüchtling aus Uganda, der psychische Probleme hatte.

Der Tod von Schwarzen durch Polizeigewalt hat quer durch die USA in den vergangenen Jahren immer wieder wütende und teilweise gewalttätige Proteste ausgelöst. Zuletzt entfachte der Tod des 43-jährigen Keith Lamont Scott in Charlotte im Bundesstaat North Carolina gewalttätige Unruhen.

AFP

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