"Twilight"-Star: Dramatischer Bericht

US-Horror-Flug nach Triebwerkschaden

Los Angeles - Die Passagiere an Bord eines US-Fliegers bangten um ihr Leben, als die Kabine sich plötzlich mit Rauch füllte. Ein Hollywood-Star, der dabei war, berichtete von dem dramatischen Vorfall.

Das Flugzeug der US-Gesellschaft JetBlue war am Donnerstag mit 147 Menschen an Bord auf dem Weg nach Texas, wie der TV-Sender CNN am Freitag berichtete. Nur zwölf Minuten nach dem Start in Long Beach (Kalifornien) füllte sich die Kabine plötzlich mit Rauch. Passagiere berichteten anschließend von einem lauten Knall und einem qualmenden rechten Triebwerk. Laut einem Feuerwehrsprecher des Flughafens hätten die Piloten ein Warnsignal erhalten, dass das Triebwerk überhitzt sei.

Handy-Videos von Passagieren zeigen, wie sich in wenigen Sekunden Rauch in der Kabine sammelt.

Weil die Atemmasken nicht automatisch aus der Kabinendecke fielen, hätten Flugbegleiterinnen sie einzeln herausziehen müssen. „Sie haben geschrien, dass wir uns festhalten sollen. Immer und immer wieder haben sie das geschrien“, berichtete ein Passagier.

"Twilight"-Star: Dramatischer Twitter-Bericht

US-Schauspieler Jackson Rathbone bei einer Filmpremiere im Jahr 2010.

US-Schauspieler Jackson Rathbone, bekannt aus der erfolgreichen Hollywood-Verfilmung der Vampir-Saga "Twilight", war ebenfalls an Bord des Horror-Flugs. Der 29-Jährige berichtete nach dem Vorfall seinen Twitter-Followern, er habe in den schrecklichen Minuten seinen Sohn und seine Frau im Arm gehalten und das Vaterunser gebetet.

Der Pilot habe die Passagiere über die Bordsprechanlage vor einem möglicherweise bevorstehenden harten Aufprall gewarnt. Die Flugbegleiterinnen hätten diese Anweisung danach immer und immer wieder wiederholt.

Die Landung sei dann doch nicht ganz so schlimm gewesen wie befürchtet. Die Passagiere konnten das Flugzeug sicher über Notrutschen verlassen. Ihr Gepäck ließen sie dabei im Flugzeug.

Wieder auf festem Boden und in Sicherheit, habe Rathbone vor Erleichterung nicht aufhören können, seine Familie zu küssen, schrieb er auf dem Kurznachrichtendienst.

Er dankte seinem Schöpfer, Jesus und dem Piloten für die sichere Landung. Auch die "mutigen Flugbegleiterinnen" erwähnte er.

Wieder daheim, feierte er mit seiner Familie mit mehreren Flaschen Wein und Champagner, dass ihnen bei der "Nahtod-Erfahrung", wie er es nannte, nichts passiert war.

"Glücklich, dass ich das überlebt habe."

"Ich bin nur glücklich, dass ich das überlebt habe", zitiert der US-Sender CNN einen der Reisenden. "Ich werde wohl nie wieder gemein zu einem anderen Menschen sein." Ein anderer berichtete, alle Mitreisenden hätten geweint. Er selber habe gedacht: "Das war's dann wohl."

Vier Menschen wurden bei dem Vorfall verletzt, einer von ihnen kam nach US-Medien ins Krankenhaus. JetBlue bestätigte den Vorfall, machte aber zu den genauen Ursachen des Schadens keine Angaben.

dpa/hn

Rubriklistenbild: © Youtube

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken, um Missbrauch zu vermeiden.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.