Rettungshunde: 19 Tiere in DRK-Staffel

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Aufgepasst: Das ist die Rettungshundestaffel des DRK Schwalm-Eder.

Such und hilf“, ruft Sabrina Schenk ihrem Hund Dorado zu. Das lässt sich der braune Labrador nicht zweimal sagen und saust los, um eine Person zu suchen. Ist die Person gefunden, bellt Dorado, bis ihr Frauchen kommt.

„Such und hilf“ heißt das Kommando, das alle Hunde der Rettungshundestaffel Schwalm-Eder des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) kennen. Denn damit geht die Suche nach vermissten Personen los, im Training und im Einsatz.

Bettina Weidemann

Die Teams aus Hundeführer und Hund werden in Zusammenarbeit mit Polizei und Feuerwehr eingesetzt für die Flächensuche nach lebenden Personen in unwegsamem Gelände. Im Gegensatz zur Trümmersuche wird dabei freies Gelände wie Wiesen und Wälder durchstreift. Besonders im Dunkeln sind die Hunde dank ihres guten Geruchsinnes dem Menschen bei der Personensuche überlegen. 19 Hunde leisten aktiven Dienst in der Staffel, weitere sieben befinden sich noch in der Ausbildung, die zwei Jahre dauern kann.

„Grundgehorsam ist das A und O. Die Hunde müssen zu 100 Prozent gehorchen“, erklärte Bettina Weidemann, Leiterin der DRK-Hundestaffel. Damit beim Einsatz alles klappt, wird viel trainiert. Zweimal in der Woche trifft sich die Staffel zum Training für Hund und Mensch.

Service

Informationen im Internet

Ein zentraler Teil der Ausbildung des Hundes ist die Anzeigeübung. Dabei unterscheiden die Hundeführer zwischen einem Verbeller wie Dorado, der das Auffinden einer Person mit einem Bellen anzeigt, und einem Verweiser, der still zu seinem Besitzer zurückläuft und ihn durch Hochspringen und Umkehren zur gefundenen Person lotst – eine Taktik, die allen „Lassie“-Filmhund-Fans bekannt ist.

Matthias Wolf

Als Verweiser eignen sich laufstarke Hunde. Eine Schutzdecke mit dem Zeichen des DRK schützt ihn vor Verwechslungen in Jagdrevieren, mehrere Glöckchen geben dem Hundeführer Auskunft über die Richtung. Seit knapp zehn Jahren gibt es die Hundestaffel Schwalm-Eder, neun Einsätze hatten sie im vergangenen Jahr. Gesucht werden beispielsweise vermisste Kinder nach Unfällen, alte Menschen und selbstmordgefährdete Personen. „Wir haben eine große Verantwortung“, meinte Matthias Wolf von der Staffel. „Wenn wir ein Gebiet frei geben, sucht dort keiner mehr.“

Hintergrund: Alle Rassen außer Kampfhunden

Außer Kampfhunden eignen sich alle Rassen für den Rettungsdienst. Der Hund sollte nicht ängstlich, außerdem sozial verträglich mit Menschen und anderen Hunden sein sowie über einen ausgeprägten Futter- oder Spieltrieb verfügen. Zur Ausbildung des Hundes gehört auch die komplette DRK-Ausbildung seines Besitzers zum Hundeführer. „Rettungshundearbeit ist kein Hundesport, denn im Einsatz geht es um Menschenleben“, erklärte Bettina Weidemann. Hund und Besitzer müssen ins Team passen, daher gibt es für Interessenten eine Probezeit. Die Einsatzfähigkeit der ausgebildeten Hunde wird alle 18 Monate überprüft. (yma)

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