Rindertuberkulose in Belgien: 167 Betriebe teilweise gesperrt

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Belgien gilt seit 2003 als frei von Rindertuberkulose, gelegentlich werden jedoch noch Fälle bekannt. Foto: Julien Warnand

Brüssel (dpa) - Nach einem Fall von Rindertuberkulose im Norden Belgiens haben landesweit 167 Viehhöfe ihren Betrieb einschränken müssen. Bei ihnen seien Kontakte zur infizierten Herde in Meeuwen in der Provinz Limburg festgestellt worden, berichtete der Sender RTBF online.

Nach Angaben der Nachrichtenagentur Belga wurde die Milchproduktion fortgesetzt, die betroffenen Herden dürfen die jeweiligen Grundstücke jedoch nicht verlassen. Rindertuberkulose ist von Rindern auf den Menschen übertragbar - und umgekehrt.

Belgien gilt seit 2003 als frei von Rindertuberkulose, gelegentlich werden jedoch noch Fälle bekannt. Zuletzt waren nach Angaben der belgischen Lebensmittel-Sicherheitsbehörde AFSCA im Jahr 2013 Erreger festgestellt worden. Der neue Fall war am 30. Juli bestätigt worden.

AFSCA zufolge müssen alle Tiere des betroffenen Hofes geschlachtet werden. Die Kontakthöfe in Limburg und den Nachbarprovinzen Antwerpen und Liege müssen ihren Betrieb einschränken, bis Ergebnisse von Tuberkulose-Tests vorliegen. Nach Angaben von Belga könne dies noch einige Tage in Anspruch nehmen.

Die vom Erreger Mycobacterium bovis verursachte Rindertuberkulose kann auch für den Menschen gefährlich sein: Bis zum Auftreten von Symptomen - etwa Husten oder Abmagerung - können Jahre vergehen. Die Krankheit wird vor allem bei direktem Kontakt zu infizierten Tieren oder über das Trinken von Rohmilch auf Menschen übertragen. Dank entschiedener Bekämpfungsmaßnahmen über Jahrzehnte ist die Infektion in Europa mittlerweile sehr selten.

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