Feier zum 70. Jahrestag

Nordkorea lädt Rockband Laibach ein

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Die Rockband Laibach, der deutsche Namen für die slowenische Hauptstadt Ljubljana, wurde 1980 im damals noch zu Jugoslawien gehörenden Slowenien gegründet.

Pjöngjang - Zum 70. Jahrestag über die Befreiung von den Japanern hat Nordkorea die Rockband Laibach eingeladen. Damit treten sie als erste internationale Rockband in Nordkorea auf. 

Die für ihre Provokationen bekannte slowenische Gruppe Laibach wird als erste internationale Rockband in Nordkorea auftreten. Geplant seien Konzerte am 19. und 20. August in der nordkoreanischen Hauptstadt Pjöngjang, teilte der Veranstalter mit. Das auf Nordkorea-Touren spezialisierte Pekinger Reiseunternehmen Koryo Tours bietet zu diesem Anlass eine viertägige Fahrt nach Pjöngjang an.

Organisiert werden die Konzerte von dem norwegischen Künstler Morten Traavik, der schon mehrmals Projekte in dem abgeschotteten Land veranstaltet hatte und einen Dokumentarfilm über die ungewöhnliche Minitour plant. Nach seinen Angaben wurde die Gruppe persönlich von den Behörden in Pjöngjang zum 70. Jahrestag der Befreiung Koreas von der japanischen Besatzung eingeladen.

Laibach hatte starken Einfluss auf Rammstein

Die Rockband Laibach, der deutsche Namen für die slowenische Hauptstadt Ljubljana, wurde 1980 im damals noch zu Jugoslawien gehörenden Slowenien gegründet. Sie hat die deutsche Rockband Rammstein stark beeinflusst. Laibachs bewusster Einsatz von nationalistischen und politischen Symbolen sorgt immer wieder für Provokationen.

"Unter allen internationalen Pop- und Rockbands ist Laibach einfach perfekt, um als erste Gruppe in Nordkorea aufzutreten", sagte Traavik der Nachrichtenagentur AFP. "Sie kann als Band angesehen werden, die den Totalitarismus anprangert - oder ihn verherrlicht", fügte er hinzu: Es sei "Vorrecht der Kunst, doppeldeutig zu sein". Traavik glaubt zwar nicht, dass die Zuschauer alle Aspekte der Arbeit von Laibach verstehen werden - einige aber sehr wohl, "angefangen von der Musik".

Bandmitglied Ivan Novak erklärte, Nordkorea lasse sich durchaus als "utopisches Experiment betrachten". "Und wir haben uns immer mit allen Formen von Utopie wohlgefühlt", sagte er.

afp

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