New York verteilt kostenlos Essen

"Sandy": Bis zu 50 Milliarden Dollar Schaden

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Der Wirbelsturm hat im Nordosten der USA verheerende Schäden angerichtet.

New York - Der Sturm „Sandy“ könnte im Nordosten der USA neuen Schätzungen zufolge einen wirtschaftlichen Gesamtschaden von bis zu 50 Milliarden Dollar (38,6 Milliarden Euro) verursacht haben.

Damit fällt die jüngste Prognose mehr als doppelt so hoch wie eine frühere Schätzung der Firma aus. Die wirtschaftlichen Einbußen dürften sich demnach zwischen 30 und 50 Milliarden Dollar bewegen. Auf Versicherungsfirmen könnten Kosten in Höhe von zehn bis 20 Milliarden Dollar zukommen, teilte Eqecat am Donnerstag weiter mit. Vor allem die weitverbreiteten Stromausfälle und die Schließung der New Yorker U-Bahn hätten zu einer Anpassung der Schadensbewertung geführt.

New York verteilt kostenlos Essen und Trinken

Nach dem verheerenden Wirbelsturm werden in den am schlimmsten betroffenen Gegenden New Yorks kostenlos Essen und Trinken ausgegeben. Wasserflaschen und haltbare Lebensmittel würden ab sofort mehrere Stunden täglich verteilt, sagte Bürgermeister Michael Bloomberg am Donnerstag bei einer Pressekonferenz. Jeder dürfte fünf Wasserflaschen und drei vorbereitete Mahlzeiten nehmen. Besonders die tiefer gelegenen Gegenden der Millionenmetropole waren von dem Sturm schwer getroffen worden. Hunderttausende sind immer noch ohne Strom, Wasser und Telefon.

CNN: Zahl der Toten durch Sturm „Sandy“ in den USA steigt auf 88

Die Zahl der Opfer des Wirbelsturms „Sandy“ ist am Donnerstag das zweite Mal innerhalb weniger Stunden nach oben korrigiert worden. Der Nachrichtensender CNN meldete, dass die Behörden nun von 88 Toten ausgingen. Allein fast die Hälfte, 38 Opfer, seien in der Stadt New York registriert worden. Noch am Morgen war die Totenzahl für die Ostküste der USA mit etwa 50 angegeben worden. 67 Menschen hatte der Sturm schon zuvor in der Karibik in den Tod gerissen.

Unter den Opfern sind viele Menschen, die bisher als vermisst galten. Darunter sind auch zwei kleine Jungen. Die Mutter hatte mit den zwei und vier Jahre alten Kindern im Auto zu fliehen versucht, war aber im Wagen von den Wassermassen überrascht worden. Als sie flüchtete, riss eine Welle ihr die beiden kleinen Kinder aus den Armen. Ihre Leichen wurden nach Angaben des Senders NBC am Donnerstag im Schlamm gefunden.

Nach „Sandy“: Teile New Yorks noch Wochen ohne Strom

Die am schlimmsten betroffenen Teile von New York könnten noch bis zu zwei Wochen ohne Strom sein. Die Gegenden, die bislang noch nicht wieder ans Netz angeschlossen seien, würden vermutlich mindestens bis zum nächsten Wochenende, wenn nicht sogar noch eine Woche länger ohne Strom auskommen müssen, teilte der zuständige Versorger Con Edison am Donnerstag laut dem Fernsehsender NBC mit. Einige Teile New Yorks, zum Beispiel vereinzelte Gegenden im südlichen Manhattans, sind aber bereits wieder ans Stromnetz angeschlossen.

UN-Hauptquartier von Megasturm „Sandy“ schwer beschädigt

Megasturm „Sandy“ hat auch am New Yorker Hauptquartier der Vereinten Nationen deutliche Spuren hinterlassen. Das Gebäude weise Schäden in einem noch nie dagewesenen Ausmaße auf, teilte die Organisation mit. Die gravierendsten Zerstörungen seien durch Überflutungen verursacht worden, sagte der UN-Verwaltungsdirektor Yukio Takasu der Vollversammlung am Donnerstag. Betroffen seien vor allem zahlreiche Büros im Keller sowie das Kühlsystem im Generalsekretariat. Zudem kam es zu einem kleinen Feuer. Takasu äußerte sich im Anschluss an die erste Sitzung der Vollversammlung nach dem Sturm.

Nach Angaben von UN-Sicherheitschef Gregory Starr wurden durch Überschwemmungen überdies zahlreiche elektrische Bauteile in Mitleidenschaft gezogen worden. Am UN-Hauptquartier werden erstmals seit 60 Jahren umfangreiche Renovierungsarbeiten durchgeführt.

"Sandy" hinterlässt Chaos und verheerende Schäden

"Sandy" hinterlässt Chaos und verheerende Schäden

dpa/dapd

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