Seltene Fledermausart in Mayener Grubenfeld nachgewiesen

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Mayener Grubenfeld: In den durch Basaltabbau entstandenen Höhlen befindet sich das wichtigste Überwinterungsquartier für Fledermäuse in Deutschland. Foto: Thomas Frey/Archiv

Mayen (dpa) - Eine der wohl seltensten Fledermausarten in Deutschland, die "Große Hufeisennase", ist im Mayener Grubenfeld nachgewiesen worden.

Ein Tier sei beim Einflug in einen Stollen von einer installierten Kamera fotografiert worden, teilte der Naturschutzbund (Nabu) Rheinland-Pfalz mit. Die Entdeckung sei bei der Auswertung Tausender Fotos gemacht worden. Die Art gelte in Deutschland als beinahe ausgestorben. Bekannt sei lediglich eine Kolonie in der Oberpfalz in Bayern. Seit kurzem werde eine weitere kleine Kolonie im Saarland vermutet, teilten die Naturschützer mit.

"Dieser sensationelle Nachweis zeigt wieder einmal die Bedeutung des Mayener Grubenfeldes für den Schutz bedrohter Fledermäuse", sagte Nabu-Experte Andreas Kiefer. Mit nun 17 nachgewiesenen Arten und an die 50 000 überwinternden Tieren sei das Grubenfeld bei Mayen das größte Fledermaus-Überwinterungsgebiet in Deutschland.

Die ausgerechnet an Halloween 2014 fotografierte "Große Hufeisennase" stamme vermutlich aus Luxemburg. Denn dort gebe es eine Sommerkolonie der Art, mehrere Tiere würden in der Region Trier überwintern. Das Fledermaus-Quartier steht unter besonderem Schutz: Ein rund 28 Hektar großer Teil des Grubenfeldes, ein Abbaugebiet für Basaltstein, wurde als im Mai 2014 offiziell als Naturschutzgebiet ausgewiesen.

Nabu zum Mayener Grubenfeld

Nabu zu heimischen Fledermäusen

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