Nach Fährunglück

"Sewol": Haftbefehl gegen Reederei-Chef erlassen

Suedkorea
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Kim Han Sik (M.) droht unter anderem eine Anklage wegen Totschlags.

Seoul - Nach seiner Festnahme ist nun auch Haftbefehl gegen den Reederei-Chef der südkoreanischen Unglücksfähre erlassen worden. Ihm droht eine Anklage wegen Totschlags.

Gegen den Reederei-Chef der südkoreanischen Unglücksfähre „Sewol“ ist nach seiner Festnahme jetzt auch Haftbefehl erlassen worden. Im drohe unter anderem eine Anklage wegen Totschlags, berichtete die nationale Nachrichtenagentur Yonhap am Freitag. Das Gericht im südlichen Mokpo habe die Haft unter anderem mit Fluchtgefahr begründet. Die Ermittler werfen Kim Han Sik von Chonghaejin Marine vor, gewusst zu haben, dass das Schiff überladen war.

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Die Fähre war am 16. April mit 476 Menschen an Bord vor der Südwestküste Südkoreas gekentert. Bis zum Freitagabend wurden die Leichen von 273 Menschen aus dem Wrack und der Umgebung geborgen. 31 Menschen galten noch als vermisst, 172 hatten gerettet werden können.

Einschließlich Kim sitzen fünf Vertreter von Chonghaejin Marine in Untersuchungshaft. Die Ermittler vermuten, dass eine Überladung und frühere Umbauten an der 20 Jahre alten Auto- und Personenfähre das Unglück mitverursacht haben. Auch der Kapitän und andere 14 leitende Crewmitglieder sind in U-Haft. Sie werden beschuldigt, die Passagiere auf dem sinkenden Schiff im Stich gelassen zu haben.

dpa

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