Pokémon Go, Unfall auf der A7, Nordhesse knackt den Jackpot

Sommer 2016: Diese Themen haben die Region beschäftigt

Am 1. September ist meteorologischer Herbstanfang. Zeit, um den Sommer 2016 thematisch noch mal Revue passieren zu lassen. Diese Themen haben die Region besonders beschäftigt:

Pokémon Go

Seit Mitte Juli drehen nicht nur Fans der früheren Animesendung Pokémon durch. Auch andere Smartphone-User jeden Alters spielen Pokémon Go. Um die Monster zu fangen, versammeln sich zum Beispiel täglich Spieler rund um den Kasseler Friedrichsplatz

Pokémon Go erlebt seit Juli in Deutschland einen großen Hype

Einer der großen Vorteile des Spiels ist, dass sich die Spieler bewegen müssen, um virtuelle Monster zu jagen. Doch es stecken auch Gefahren in dem bunten Spiel. So sehen die Spieler die Realität durch den Bildschirm des Smartphones, um zu erfahren, wo sich neue Monster befinden. Das hat bereits zu einigen Unfällen geführt. 

Mittlerweile häufen sich die kritischen Stimmen zur App. So gibt es zum Beispiel eine Gegenbewegung in Basel, die - als Pikachu verkleidet-  Pokémonspieler mit Bällen bewirft. Außerdem hat VW die Nutzung von Pokémon Go auf dem Baunataler Werksgelände verboten und auch Popstar Rihanna wünscht sich, dass ihre Fans während eines Auftritts nicht mit Pokémonspielen abgelenkt werden. 

Unfall auf der A7

Ein tragischer Unfall auf der A7 hielt Mitte Juli sowohl die Region als auch die HNA-Redaktion in Atem. Bei dem tragischen Unfall starben bei Guxhagen Mutter, Vater und Tochter, nachdem ein Lastwagen auf das an einem Stauende stehende Wohnmobil der Familie aufgefahren war. Durch die Vollsperrung entstand ein kilometerlanger Stau. 

Besonders tragisch: Die 15-jährige Tochter war zum Zeitpunkt des Unfalls bereits zuhause. Sie hat ihre ganze Familie verloren. Für sie wurde eine Spendenaktion ins Leben gerufen. Außerdem wurde die Baustelle auf der A7 von Hessen Mobil noch einmal als Unfallschwerpunkt überprüft.

DHL Kunden warten auf Zustellung

Auf eine Paketzustellung mussten Kunden aus Kassel im Juni lange warten.

Kasseler Einwohner mussten im Juni 2016 lange auf ihre Pakete warten. Wegen verschiedener Probleme beim Zusteller DHL - wie ungewöhnlich viele Krankmeldungen der Mitarbeiter und technischen Schwierigkeiten - lagen viele Pakete tagelang im Paketzentrum Staufenberg-Lutterberg. Die Kunden wurden darüber jedoch nicht benachrichtigt. Um die Situation in der Region zu verbessern, stellte DHL 20 neue Paketboten ein.

Neubauer von Schlange gebissen

Christine Neubauer

Eine besonders kuriose Geschichte passierte Anfang August in Fritzlar (Schwalm-Eder-Kreis). Die Schauspielerin Christine Neubauer wurde bei der Jedermann-Aufführung von einer Schlange gebissen. Neubauer floh jedoch nicht von der Bühne, sondern beendete ihren Auftritt, um sich danach im Fritzlarer Krankenhaus mit einer Tetanus-Impfung behandeln zu lassen. Pünktlich zum Vorstellungsende stand sie wieder auf der Bühne. 

Lottoglück in der Region

Ende Juli gewann ein Nordhesse den bisher höchsten deutschen Lottojackpot. Somit war er über Nacht dank des Eurojackpots um 84,8 Millionen Euro reicher. Nach mehreren Tagen des Bangens meldete sich der glückliche Gewinner dann endlich. Als Multimillionär möchte er gern anonym bleiben und auch seine Arbeitsstelle wolle er nicht aufgeben, sagte er. Schließlich sei gar nichts tun ja auch ganz schön langweilig. Lottoglück gab es im Juni auch im Landkreis Northeim: Eine Frau gewann über 4,5 Millionen Euro.

EM-Hit aus Kassel

Ein besonderes Ereignis, das nur alle vier Jahre stattfindet, begeisterte diesen Sommer ganz Deutschland: Die EM in Frankreich, die am 10. Juni eröffnet wurde. Besonders die Region feierte mit und zwar mit dem Song „Arriba Deutschland“ von der Band „Cuba Libre“. Das Musikvideo wurde in einem Bus gedreht, der quer durch Kassel fuhr. Es hat auf Youtube insgesamt 658.000 Klicks. 

Zuliefererstreit bei VW

Im August erreichte die Nachricht des Zuliefererstreites zwischen VW und der Zulieferer-Gruppe Prevent die Region. Die Aussetzung in der Lieferung von Gussteilen für Automatikgetriebe führte zu einem Engpass in der Produktion bei VW in Baunatal. VW erwirkte daraufhin eine einstweilige Verfügung, die den Zulieferer zur Lieferung zwingen sollte. Nach einem 20-stündigen Verhandlungsmarathon der beiden Seiten einigten sie sich schließlich, sodass die Zulieferer ihre Arbeit wieder aufnahmen. Über die Einzelheiten der Einigung wurde nichts bekannt. Einen Kommentar zum Zuliefererstreit gibt es hier.

Otto Waalkes in Lohfelden

Ein Name, zwei Bedeutungen: Der Lohfeldener Rüssel ähnelt in seiner Form einem Rüssel. Deshalb hat sich die Gemeinde Lohfelden vor Jahren eine Domain gesichert, die auch Otto Waalkes für seinen Rüssl Musikverlag nutzen möchte.

Im August überraschte Komiker Otto Waalkes die Kinder, die in Lohfelden an den Ferienspielen teilgenommen hatten. Der Hintergrund dafür ist, dass Otto Waalkes gerne die Domain www.ruessel.de der Gemeinde Lohfelden übernehmen würde. Diese hatte die Gemeinde gekauft, als das Gewerbegebiet Lohfeldener Rüssel in Planung war. Da Waalkes den Rüssl Musikverlag GmbH gegründet hat - und ihm nach einiger Zeit klar geworden ist, dass die meisten Menschen Rüssel mit ‚e’ schreiben - würde er sich jetzt gern diese Domain sichern. Als Bedingung für die Verhandlungen fragte Kämmereileiter Thorsten Bürgel an, ob Otto nicht mal nach Lohfelden kommen wolle - was er tat.

Bombenwarnung am Kasseler Airport

Eine Bombenwarnung bewahrheitete sich am Kasseler Airport im Juli zum Glück nicht. Gegen halb drei war bei der Flughafeninformation ein anonymer Tipp eingegangen, dass eine Kofferbombe in einem Germania-Flugzeug an Bord sei. Daraufhin kam es zu einem Großeinsatz der Polizei, die das Flugzeug evakuierte und das Gelände des Flughafens absperrte. Gegen halb sechs gab es Entwarnung. Das Flugzeug konnte gegen 17.50 Uhr in Richtung Antalya starten - mit 124 Passagieren und ohne Bombe an Board. 

Kuriose Verurteilung

Es ging nur um 47 Cent. Irfan Akgöl wurde verklagt und bezahlt nun fast das 500-fache.

Eine kuriose Geschichte des Amtsgerichts Kassel machte Anfang Juli die Runde. Ein Mann wurde zu einer Zahlung von 47 Cent verurteilt. Zusätzlich kam allerdings noch die Zahlung der Gerichtskosten in Höhe von 230 Euro. Der Kasseler Taxifahrer hatte seine Kfz-Haftpflichtversicherung nicht fristgerecht bezahlt und hatte bei der Nachzahlung die Zinsen von 47 Cent, die zusätzlich zu der Rechnung von rund 155 Euro dazukamen, übersehen. Als er einen Widerspruch gegen die Mahnung der Versicherung einlegte, wurde das Gerichtsverfahren gegen ihn eröffnet. Somit bezahlte er insgesamt das 500-fache der eigentlichen Summe zu der er verurteilt war: zur Zahlung von 47 Cent.

Von Marie Eberhardt

Rubriklistenbild: © dpa/HNA

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