Gurrender Geheimagent?

Taube in Indien unter Spionageverdacht

Neu Delhi - So schnell wird aus einem Friedenssymbol ein feindlicher Spion: Eine Taube an der indisch-pakistanischen Grenze ist für eine Art James Bond mit Flügeln gehalten worden.

Wegen Spionageverdachts hat die indische Polizei eine Taube eingefangen und eingehend durchleuchtet. Der Vogel sei in einem Dorf nahe der Grenze zu Pakistan festgehalten und in einer Polyklinik geröntgt worden, nachdem ein Bewohner eine verdächtige Marke unter dem Federkleid entdeckt habe, sagte der ranghohe Polizist Rakesh Kaushal der Nachrichtenagentur AFP am Freitag. Auf der Marke stehe etwas auf Urdu sowie der Name eines pakistanischen Bezirks.

Die Polizei habe mit den Röntgenaufnahmen sicher gehen wollen, dass an der Taube keine Kamera, kein Sender oder Chip versteckt gewesen sei, sagte Kaushal weiter. Bislang gebe es keinen Hinweis darauf, dass es sich um einen "Spionagevogel" handele. Aber solange noch nicht geklärt sei, was die Inschrift auf Urdu bedeute, "können wir nicht absolut sicher sein".

Es ist nicht das erste Mal, dass Vögel in die oftmals feindseligen Beziehungen zwischen Indien und Pakistan verwickelt waren: 2013 fanden indische Sicherheitskräfte einen toten Falken mit einer kleinen Kamera. 2010 wurde bereits eine Taube wegen Spionageverdachts gefangen.

Die beiden Atommächte Pakistan und Indien haben seit der pakistanischen Unabhängigkeit vom Vereinigten Königreich 1947 dreimal gegeneinander Krieg geführt.

afp

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa (Symbolbild)

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