Newsticker zur Geiselnahme

Sydney-Drama: Polizei bestätigt drei Tote

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Notarztkräfte tragen eine befreite Geisel aus dem Café. Zwei Tote hat die Polizei bereits bestätigt, darunter der Geiselnehmer. Die Anzahl der Verletzten ist noch unklar.

Sydney - Nach 16,5 Stunden ist die Geiselnahme in dem Café in Sydney beendet. Um 2.00 Uhr nachts stürmte die Polizei das Gebäude. Bis jetzt sind drei Tote bestätigt, darunter der Geiselnehmer.

+++ Um 19.45 Uhr wurde gemeldet, dass es bei der  Geiselnahme in Sydney drei Menschen getötet und vier weitere verletzt worden. Der 50-jährige Geiselnehmer sei erschossen worden, hieß es in der Mitteilung. Er sei im Krankenhaus für tot erklärt worden. Außerdem sei im Krankenhaus der Tod eines 34-jährigen Mannes und einer 38-jährigen Frau festgestellt worden.

Man Haron Monis nennt sich selbst Scheich Haron.

+++ Die Polizei berichtet von zwei Toten - einer davon ist der Geiselnehmer Man Haron Monis. Mehrere Geiseln wurden verletzt, die genaue Anzahl ist noch ungewiss.

+++ Die Medien gehen davon aus, dass die Stürmung des Cafés nicht im Voraus geplant gewesen war. Nachdem zwei weitere Personen flohen, wurde der Geiselnehmer anscheinend immer nervöser und die Polizei sah sich gezwungen zuzugreifen.

+++ Die Polizei bestätigt: die Geiselnahme ist offiziell beendet.

+++ Die Lage in Sydney beruhigt sich. Die Polizei hat einen Bombencomputer und Bombenspürhunde in das Gebäude geschickt. Anscheinend wird ein Sprengsatz in dem Café vermutet.

+++ Kurz nach 2.00 Uhr Ortszeit flohen zwei weitere Geiseln aus dem Café. Kurz darauf sprengte die Polizei den Zugang und stürmte das Gebäude. Gasgranaten wurden benutzt. Es fielen viele Schüsse, man geht davon aus, dass mehrere Geiseln im Kreuzfeuer verletzt wurden.

+++ Man hört immer noch Alarm und Schüsse. "Wir wissen nicht ob es schon zu Ende ist"

+++ Nach Medienangaben sind bis jetzt elf Geiseln in Sicherheit gebracht worden.

+++ Notärzte tragen eine offensichtlich verletzte Frau aus dem Café

+++ Man hört Schüsse in dem Café und Geiseln stürmen aus dem Café in der Innenstadt von Sydney. Es scheint als hätte die Polizei das Café gestürmt.

+++ Ein Augenzeuge, der den Täter am Morgen vor der Geiselnahme auf der Straße angerempelt haben soll, berichtet dem australischen "Daily Telegraph", dass der Geiselnehmer mit zwei anderen Männern und mit einem Rucksack unterwegs gewesen war. Die Polizei bestätigte jedoch bereits: "Wir gehen von einem Einzeltäter aus." Auch Terrorismus-Experten sagen, dass es sich bei Man Haron Monis höchstwahrscheinlich um einen extremistischen Einzeltäter handelt.

Dieser Mann hielt etwa zehn Geiseln für 16,5 Stunden in einem Café in der Innenstadt in Sydney fest: selbsternannte Scheich Man Haron Monis

+++ Der Name des Geiselnehmers ist bekannt: Man Haron Monis. Der 49-Jährige iranische Flüchtling stand 2009 vor Gericht, nachdem er neun Familien von verstorbenen Soldaten Drohbriefe schickte. Des weiteren soll er sieben laufende Verfahren wegen sexueller Belästigung haben. Die Übergriffe fanden nach den Angaben der Medien in seiner Zeit als spiritueller Führer statt. Monis ist nach Medienangaben derzeit auf Bewährung, weil er die Ermordung seiner Frau in Auftrag gegeben haben soll. Sie wurde in ihrer Wohnung in Sydney erstochen, anschließend wurde ihr Körper angezündet.

+++ Laut Medienberichten ist der Polizei die Identität des Geiselnehmers bekannt. Er soll ein 49-Jähriger iranischer Flüchtling sein. Der TV-Sender Channel9 bezieht sich dabei auf Informationen der australischen Zeitung "The Daily Telegraph". Die Polizei hat diese Angaben bislang nicht bestätigt.

+++ Die Polizei rechnet mit einer langen Nacht. Australische Medien gehen von einer Ermüdungstaktik der Polizei aus. In Sydney ist es fast Mitternacht. Die Geiselnahme geht jetzt schon seit über 14 Stunden.

+++ #illridewithyou verbreitet sich auf der ganzen Welt. Auch in Deutschland ist der Hashtag auf Platz 5 der Twitter Trends.

+++ Unter den fünf entlassenen Geiseln befand sich laut Medienberichten auch eine schwangere Frau. Es wird vermutet, dass die Polizei den Geiselnehmer überzeugte sie aus diesem Grund frei zu lassen.

+++ Der Geiselnehmer hat wohl noch mehr Forderungen gestellt. Zunächst war lediglich bekannt gewesen, dass der Mann eine IS-Flagge sowie ein Telefongespräch mit Premier Abbot wolle. Wie ein Reporter vor Ort berichtet, habe der Mann noch weitere Forderungen gestellt, die allerdings nicht in der Öffentlichkeit bekannt gegeben werden dürften.

+++ Die Geiselnahme dauert jetzt schon fast 13 Stunden an. Noch immer sind etwa zehn Menschen in der Gewalt des bewaffneten Geiselnehmers. Es ist 22.37 Uhr Ortszeit in Sydney. Die Lichter im Café sind immer noch aus. Australische Medien spekulieren, dass die Polizei auf die Ermüdung des Geiselnehmers wartet.

+++ Auf Twitter kursiert der Hashtag #illridewithyou. Ein Aufruf an die Australische Bevölkerung sich für Toleranz und gegen Rassismus auszusprechen. Entstanden ist der Hashtag als ein Twitter-User eine muslimische Frau dabei beobachtete, wie sie ihr Kopftuch ablegte nachdem sie von Passanten beschimpft wurde. Der Twitter-User sagte ihr daraufhin, sie solle das Kopftuch wieder anlegen, er würde mit ihr laufen ("I'll walk with you"). Der Hashtag wurde bereits über 90,000 mal benutzt.

+++ Die Sonne in Sydney ist untergegangen - es ist gespenstisch still in der Innenstadt der australischen Metropole. Nervös wartet man auf Neuigkeiten. Die Geiselnahme dauert jetzt schon fast 12 Stunden an.

+++ Angeblich hat der Geiselnehmer folgende Forderungen gestellt: Er will eine Flagge der Terrororganisation Islamischer Staat (ISIS) haben und möchte mit Premierminister Tony Abbott sprechen. So berichten es die australischen TV-Medien.

+++ Channel7-Reporterin Melissa Doyle: "Es handelt sich um einen unheimlich heiklen Polizeieinsatz. Sogar wir (die Medien) wählen unsere Berichterstattung sehr bedacht aus, zeigen Ihnen manche Bilder nicht. Es könnte sein, dass die Fernseher im Café an sind und wir wollen die Situation durch unsere Sendung auf keinen Fall gefährden."

+++ Channel7 Reporter Chris Reason berichtet: "Wir haben etwa 15 Geiseln in dem Café ausmachen können. Fünf sind geflüchtet - wir gehen also davon aus, dass noch zehn Menschen in der Gewalt des Geiselnehmers sind. Die jüngste Geisel ist etwa Anfang zwanzig. Zum Glück sind keine Kinder dabei."

Diese Karte zeigt die Position des Lindt Cafés in der Innenstadt von Sydney. Die umliegenden Gebäude wurden zu Beginn der Geiselnahme geräumt (blaue Einzeichnung).

+++ Diese Karte zeigt die Position des Lindt Cafés in dem der Geiselnehmer seine Geiseln seit fast 11 Stunden festhält. Alle umliegenden Gebäude und die Oper von Sydney wurden zu Beginn der Geiselnahme evakuiert.

+++ Scipione bestätigt: die Polizei hat Kontakt mit dem Geiselnehmer aufgenommen. Genauere Angaben zu dieser Kommunikation wollte der Polizeichef von NSW allerdings nicht machen.

+++ "Alle entkommenen Geiseln sind wohlauf." sagt Polzeitchef Andrew Scipione.

+++ Die Lichter im Café sind ausgegangen. Hat die Polizei sie ausgeschaltet? Scipione sagt: "Über unsere Taktik kann ich keine Angaben machen."

+++ Polizeichef Andrew Scipione: "Wir werden alles in unserer Macht stehende tun, um diese Situation friedlich zu lösen."

+++ Die Polizei von New South Wales hält in diesem Moment eine Pressekonferenz zu aktuellen Situation der Geiselnahme.

+++ Nach Angaben des TV-Senders Channel7, scheint der Geiselnehmer die Geiseln dazu zu zwingen auf ihren Facebook Profilen zu posten: er gehöre der Terroristenorganisation ISIS an.

+++ Die Identität des Geiselnehmers ist noch nicht bekannt. Bis jetzt ist auch noch nicht geklärt, ob es sich tatsächlich um ein Mitglied einer terroristischen Organisation, oder einen verwirrten Einzeltäter handelt.

+++ Ein Newsreporter des australischen TV-Senders Channel 7 ist direkt vor Ort und berichtet nach 10 Stunden Geiselnahme via Twitter: "Wir können sehen, wie Angestellte des Cafés Essen aus der Küche bringen." und "Wir konnten von hier aus den Geiselnehmer sehen, als die fünf Geiseln entkommen sind. Er war extrem aufgeregt und schrie die verbleibenden Geiseln an."

+++ Die stellvertretende Polizeichefin von New South Wales Catherine Burn beruhigt die Bewohner der australischen Metropole: "Wenn Sie heute Abend Pläne in der Stadt haben, können Sie diesen beruhigt nachgehen." Sie empfiehlt jedoch sich von der Gegend des Cafés fernzuhalten.

+++ Die muslimische Gemeinschaft in Australien hat in einer Pressemitteilung ihre tiefe Entrüstung über den Vorfall ausgesprochen. Es wird dran erinnert: "die arabische Inschrift auf der schwarzen Flagge repräsentiert keine politische Einstellung, sondern ist ein klares Beispiel dafür, wie ein Glaube von fehlgeleiteten Individuen missbraucht werden kann.

+++ Dieses Video zeigt zwei der Geiseln bei der Flucht aus dem Café, in dem ein bewaffneter Geiselnehmer vermutlich etwa 30 weitere Geiseln festhält.

+++ Die entkommenen Geiseln sind sichtbar in Schock.

+++ Auf TV-Aufnahmen ist zu sehen, wie Geiseln eine schwarze Flagge mit weißen arabischen Schriftzeichen gegen die Fensterscheibe halten.

+++ Australiens Ministerpräsident Tony Abbott bezeichnete  die Situation in einer öffentlichen Mittelung als „sehr besorgniserregend“, versicherte aber, dass Polizei und Sicherheitskräfte gut ausgebildet und ausgestattet seien, um darauf zu reagieren.

+++ Australische Fernsehsender zeigen Aufnahmen des Geiselnehmers. Er trägt ein schwarz-weißes Stirnband.

+++ Hugh Riminton, der Moderator der australischen Fernsehsendung "Ten Eyewitness News", will weitere Details zur Geiselnahme wissen. Auf Twitter schrieb er, dass der Täter nach telefonischen Angaben zweier Geiseln, mit Premierminister Tony Abbott sprechen will. Außerdem habe der Geiselnehmer eine Flagge der Terrormiliz IS gefordert.

Diese Geisel konnte fliehen. Man geht von über 30 weiteren Geiseln aus, die immer noch in dem Café festgehalten werden.

+++ Die australische Polizei hat inzwischen bestätigt, dass zwei weiteren Geiseln die Flucht aus dem Café gelungen ist. Zwei Frauen konnten rund eine Stunde nachdem bereits drei Männer geflohen waren, aus dem Café rennen.

+++ Auch das Wahrzeichen der Metropole, die Oper von Sydney, wurde evakuiert.

+++ Bei der Geiselnahme in einem Café in der australischen Metropole Sydney sind nach einem Bericht des Senders ABC inzwischen fünf Geiseln entkommen. Zwei Frauen sei es gelungen, aus dem Cafe zu flüchten.

Zuvor hatte die stellvertretende Polizeichefin Catherine Burn in Sydney bereits bestätigt, dass drei andere Geiseln in Sicherheit seien. Nach ihren Angaben befinden sich noch weniger als 30 Geiseln in der Gewalt eines bewaffneten Täters. Niemand sei bislang verletzt worden.

Polizei hat Kontakt zu Geiselnehmer

+++ Polizei-Verhandler stünden jetzt in Kontakt mit dem Täter, sagte die stellvertretende Polizeichefin Catherine Burn. „Das mag eine Weile dauern“, sagte Burn. Oberste Priorität sei es, den Zwischenfall friedlich zu beenden. Die Polizei sei noch dabei, Herkunft und Motivation des Mannes zu klären.

Geiselnahme seit Montagmorgen

+++ Der Geiselnehmer hatte zwei Frauen am Montagmorgen gezwungen, eine schwarze Fahne mit weißen arabischen Schriftzeichen in das Fenster des Cafés zu halten. Der Polizeichef hatte zuvor betont, dass noch nicht sicher sei, ob die Tat einen terroristischen Hintergrund habe.

Das Gebiet im Geschäftsviertel ist weiträumig abgesperrt. Zahlreiche Gebäude wurden geräumt. Einige Bürogebäude in unmittelbarer Nähe des Lindt Chocolat Cafés wurden aber abgesperrt und die Angestellten gebeten, auszuharren.

Terroralarm nach Geiselnahme in Sydney

Terroralarm nach Geiselnahme in Sydney

dpa/AFP/vh/joh

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