Bischofssynode

Vatikan geht auf Homosexuelle zu

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Papst Franziskus (Mitte) und Kardinäle bei der außerordentlichen Bischofssynode in Rom (Archivbild).

Rom - Bei der außerordentlichen Bischofssynode in Rom hat sich eine neue Haltung der katholischen Kirche gegenüber Homosexuellen angedeutet.

Diese könnten die Kirche mit ihren "Gaben und Eigenschaften" bereichern, hieß es am Montag in einem Zwischenbericht des Vatikans zu den Beratungen. "Die Identität eines Menschen wird nicht vor allem von seiner sexuellen Tendenz bestimmt", sagte der Kardinal von Budapest, Peter Erdö, bei der Vorstellung des Berichts.

In dem Zwischenbericht wird zwar nicht vorgeschlagen, die Doktrin der Verurteilung homosexueller Handlungen zu ändern. "Ohne die moralischen Probleme, die mit homosexuellen Partnerschaften verbunden sind, negieren zu wollen" wird aber festgestellt, dass der gegenseitige Beistand "wertvoll" und positiv für das Leben der Partner sein könne. Grundsätzlich wird aber darauf bestanden, dass eine Ehe nur zwischen Mann und Frau möglich sei. Deren "positiven Werte" und ihre Bedeutung sollten gestärkt werden, heißt es in dem nach einwöchigen Beratungen veröffentlichten Zwischenbericht.

Die außerordentliche Synode zum Thema Ehe und Familie war von Papst Franziskus einberufen worden. Ein im vergangenen Winter vom Vatikan verschickter Fragebogen hatte ergeben, dass viele Gläubige die kirchliche Lehre nicht mehr im Einklang mit der Realität der modernen Familie sehen. Darüber diskutieren nun noch bis zum 19. Oktober rund 200 Bischöfe und Kardinäle aus aller Welt sowie einige ausgesuchte Laien. Erwartet wird, dass Franziskus in zwei Jahren nach einer weiteren Synode ein päpstliches Schreiben zu wiederkehrenden Streitfällen veröffentlicht.

Franziskus spricht zwei Päpste heilig - Bilder

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AFP

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