Tabakkonsum bei Teenies: Wasserpfeifen nicht unterschätzen

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Auch der Konsum von Wasserpfeifen ist schädlich für die Gesundheit. Das wird gerade von Jugendlichen oft unterschätzt, da der Tabak fruchtig schmeckt und nicht im Hals kratzt. Foto: Martin Gerten

Dass Rauchen schädlich ist, wissen Jugendliche ebenso wie Kinder. Gerade bei Wasserpfeifen werden die Gefahren für die Gesundheit aber häufig falsch eingeschätzt. Denn der fruchtige Geschmack täuscht schnell über giftige Inhaltsstoffe hinweg.

Schwerin (dpa) - Zum Weltnichtrauchertag an diesem Dienstag (31. 5.) sollten Eltern an ihre Vorbildrolle denken. Rauchende Erwachsene sollten an dem Tag "nicht in der Gegenwart von Kindern und Jugendlichen rauchen", sagt Rainer Siedelberg von der Landeskoordinierungsstelle für Suchtthemen.

Siedelberg zeigte sich erfreut über die seit Jahren rückläufige Zahl jugendlicher Tabakkonsumenten. Jüngsten Erhebungen zufolge sei der Anteil der Raucher unter den 12- bis 17-Jährigen in Deutschland auf 7,8 Prozent im Jahr 2015 zurückgegangen. 2001 seien es noch 27,5 Prozent gewesen. Die Quote der Jugendlichen, die noch nie geraucht haben, wuchs im gleichen Zeitraum von 40 auf 77 Prozent.

Dennoch äußerte sich Siedelberg besorgt. Leider sei ein zunehmender Trend beim Rauchen von Wasserpfeifen zu beobachten. 27,3 Prozent der Jugendlichen im Alter von 12 bis 17 Jahren hätten angegeben, schon einmal Wasserpfeife geraucht zu haben. Der Tabak schmecke nach Frucht, kratze nicht im Hals und scheine somit nicht ungesund zu sein.

Ein Irrglaube, betont Siedelberg. Beim Verbrennen des Tabaks würden auch dabei hochgiftige Stoffe entstehen, die dann ungefiltert eingeatmet werden. Ebenso gelange Teer in den Körper und setze sich in der Lunge fest, erklärt der Suchtberater. Die Konzentration des süchtig machenden Nikotins im Blut sei beim Benutzen von Wasserpfeifen vergleichsweise hoch. "Deshalb begrüßen wir auch die im März 2016 vorgenommene Erweiterung des Jugendschutzgesetzes von Tabakwaren auf E-Zigaretten und Shishas", sagte Siedelberg.

Bericht der Drogenbeauftragten

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