Schwere Unwetter

Nach Taifun in Taiwan: 35 Tote durch Erdrutsch in Nordwestchina

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Bei einem Taifun in Taiwan sind zwei Menschen tödlich verunglückt.

Peking - Taifun in Taiwan, Erdrutsch in China - das Sommerwetter in Asien bringt Stürme, heftige Regenfälle und Überschwemmungen. Jetzt bedroht Wirbelsturm „Nepartak“ auch noch Chinas Küste.

Bei schweren Unwettern in Asien sind mindestens 38 Menschen ums Leben gekommen. In Nordwesten Chinas wurden durch einen Erdrutsch mindestens 35 Menschen getötet, während bei einem Taifun in Taiwan drei Menschen tödlich verunglückten. Dutzende wurden verletzt.

Schwere Regenfälle lösten in der nordwestchinesischen Region Xinjiang in Kokyar in der Nähe von Kashgar einen Bergrutsch aus, der Bewohner eines Dorfes in ihren Häusern begrub. Zwei Tage nach dem Unglück waren bis Freitag 35 Tote bestätigt, wie die Nachrichtenagentur Xinhua berichtete. Die Bergungsarbeiten dauerten weiter an.

In Taiwan richtete Taifun „Nepartak“ mit starken Böen und heftigen Niederschlägen viele Schäden an. Für 390 000 Familien fiel der Strom aus, 5200 waren ohne fließendes Wasser. Mindestens 66 Menschen wurden im Osten der Insel durch umstürzende Bäume oder Glas von zerbrochenen Fenstern verletzt, wie das Notfallzentrum in Taipeh berichtete.

Ein Soldat fiel auf einer Insel im Meeresweg der Taiwanstraße beim Fischen ins Wasser und ertrank. Auch wurde an der Ostküste ein Mann an einem gesperrten Strand bei Hualien von hohen Wellen ins Meer gespült. Er konnte nur noch tot geborgen werden.

Der Bahnverkehr in Taiwan wurde teilweise eingestellt, unter anderem für Hochgeschwindigkeitszüge. Mehr als 300 internationale Flüge wurden gestrichen. Die Windgeschwindigkeiten erreichten teils mehr als 200 Stundenkilometer, während der Wirbelsturm am Freitag über Taiwan in Richtung chinesische Küste zog, wie das Wetteramt berichtete.

In China verhängten die Behörden die zweithöchste Alarmstufe „Orange“, da „Nepartak“ bis Samstag heftige Böen und Niederschläge bringen soll. Besonders die Küstenprovinzen Fujian und Zhejiang sind betroffen. Viele Regionen Chinas werden seit Wochen von schweren Überschwemmungen und Erdrutschen heimgesucht, die bereits mehr als 100 Menschen das Leben gekostet haben.

dpa

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