Taliban-Chef Mehsud bei Luftangriff gestorben?

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Eines der letzten Bilder von Mehsud, aufgenommen in Orakzai.

Islamabad - Der pakistanische Taliban-Führer Hakimullah Mehsud ist offenbar schweren Verletzungen erlegen, die er vor zwei Wochen bei einem US-Raketenangriff erlitten hatte.

Die pakistanischen Streitkräfte erklärten am Sonntag, sie prüften die Berichte. Im staatlichen Fernsehen hieß es, Mehsud sei in der Ortschaft Orakzai gestorben, wo er zuletzt behandelt worden sei. Ein Stammesführer sagte der Nachrichtenagentur AP, er sei am Donnerstag bei der Beerdigung Mehsuds gewesen.

Pakistanische Geheimdienstkreise hatten am 14. Januar nach einem vermutlich von den USA ausgeführten Raketenangriff auf eine ehemalige Religionsschule im Nordwesten des Landes verlauten lassen, der Angriff habe Mehsud gegolten. Der Taliban-Chef sei aber entkommen. Seither wurden zwei Mehsud zugeschriebene Tonbandaufnahmen veröffentlicht, in denen dieser Berichte über eine Verletzung zurückwies. Pakistanische Geheimdienstmitarbeiter sagten der AP am Sonntag, inzwischen sei bekannt, dass Mehsud bei dem Raketenangriff Verletzungen an den Beinen und am Bauch erlitten habe.

Die USA hatten ihre offiziell nie bestätigte Angriffserie auf Extremisten nach einem Anschlag auf die CIA in Kabul Ende Dezember intensiviert, bei dem sieben Mitarbeiter des US-Geheimdienstes in Afghanistan getötet wurden. Mehsud war nach dem Anschlag in einem Bekenner-Video zusammen mit dem jordanischen Attentäter zu sehen, der den Angriff ausführte. Dies sei die Vergeltung für den Tod von Mehsuds Vorgänger Baitullah Mehsud, der im August bei einem US-Raketenangriff getötet wurde.

Selbstmordanschlag auf Markt

Der anhaltenden Gewalt im Nordwesten Pakistans sind am Samstag wieder mindestens 25 Menschen zum Opfer gefallen. In der Stadt Khar sprengte sich ein Selbstmordattentäter auf einem belebten Markt in die Luft und riss mindestens 16 Menschen mit sich in den Tod, 14 Zivilpersonen und zwei Polizisten. Der Selbstmordanschlag wurde in der Region des Stammes Bajur verübt. Dort haben die pakistanischen Streitkräfte in den vergangenen Tagen nach eigenen Angaben 44 Aufständische in Gefechten getötet. Bei drei mutmaßlichen US-Raketenangriffen auf Taliban-Stützpunkte in Nord-Waziristan wurden mindestens neun Aufständische getötet, wie aus pakistanischen Geheimdienstkreisen verlautete.

APN

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