"Zerhacken, abschlachten oder erschießen"

Terroristen drohen, bayerischen Lehrer zu töten

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Abubakar Shebau von der Terrorgruppe Boko Haram droht in einem Video einem entführten bayerischem Lehrer mit dem Tod.

Abuja - Schon seit fast fünf Monaten ist ein bayerischer Lehrer in Nigeria in der Gewalt islamischer Terroristen. In einem Video drohen die Entführer, den Lehrer grausam zu töten.

Eberhard N. aus dem Allgäu wollte nur helfen. Er wollte Jugendlichen aus Nigeria eine Zukunft geben und sie am örtlichen Berufsbildungszentrum technisch ausbilden. Doch anstatt die Welt zu verbessern, muss er jetzt um sein Leben bangen. Terroristen von der Terrorgruppe "Boko Haram" haben gedroht, ihn bestialisch zu ermorden.

Im Juli 2014 wurde der Lehrer gekidnappt und verschleppt. Vier bewaffnete Männer haben ihn mit seinem Motorrad direkt vor seiner Haustür entführt. Weil der Lehrer in seinem Dorf sehr beliebt war, haben Bewohner noch versucht, die Kidnapper aufzuhalten - erfolglos.

Die Terrorgruppe Boko Haram hat sich im November in einem Video zu der Entführung bekannt, wie die Deutsche Welle und die Bild auf ihren Internetportalen berichten.

Demnach soll sich Abubakar Shebau, der Anführer der Terrorgruppe Boko Haram, in einer Videobotschaft zu Wort gemeldet haben. Er soll gedroht haben, den Allgäuer Lehrer zu "zerhacken, abzuschlachten oder zu erschießen"!

Konkrete Forderungen der Terrorgruppe gibt es nicht. Das Auswärtige Amt in Berlin hat einen Krisenstab eingerichtet.

Die Drohungen von Boko Haram müssen ernst genommen werden. Die Gruppe ist für den Tod hunderter Menschen verantwortlich. Sie hat in Nigeria zahlreiche blutige Massaker, Überfälle und Bombenanschläge durchgeführt und zur "ethnischen Säuberung" immer wieder Christen und moderate Muslime ermordet. Ziel der Terrorgruppe ist es, einen islamischen Staat zu errichten. Sie will die Scharia als Gesetz einführen und westliche Bildung verbieten. In den "Heiligen Krieg" zu ziehen, sieht sie als Pflicht jedes Muslimen.

cla

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