Versteigerung

"Titanic"-Brief erbringt mehr als 140.000 Euro

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Dieser Brief war einem anonymen Bieter stattliche 140.000 Euro wert.

London - Ein Brief, der auf dem Unglücksschiff "Titanic" nur wenige Stunden vor dem Untergang verfasst wurde, ist am Samstag in Großbritannien versteigert worden.

Ein anonymer Bieter zahlt 119 000 Pfund (gut 140 000 Euro) für das Schriftstück, das die „Titanic“-Überlebende Esther Hart und ihre sieben Jahre alte Tochter am Tag des Untergangs im Jahr 1912 geschrieben hatten. Im Kopf des Briefpapiers sind die Worte „an Bord der RMS Titanic“ zu lesen.

Den Brief, adressiert an die Mutter der Schreiberin in London, hatte die Passagierin während der Katastrophe vor Neufundland in die Tasche des Mantels gesteckt, den ihr ihr Gatte gegen die Kälte gegeben hatte. Der Mann war beim Untergang des Schiffes am fünften Tag seiner Jungfernfahrt von Southampton nach New York ums Leben gekommen.

In dem Brief ist von einer „wundervollen Reise“ die Rede. Die Autorin schreibt über Seekrankheit und einen Gottesdienst, den sie mit ihrer Tochter besucht hatte. Auch auf den Seegang ging die Schreiberin ein. Das damals als technisches Wunderwerk angesehene Schiff, das eigentlich nicht schwanken sollte, habe für ihren Geschmack genug geschwankt, hieß es in dem Schreiben. „Es ist der einzige bekannte Brief von Bord der "Titanic", der an diesem letzten Tag des Schiffes geschrieben wurde“, sagte Auktionator Andrew Aldridge. Das mache das Schriftstück so wertvoll.

„Titanic“-Andenken hatten sich vor allem nach dem 100. Jahrestag des Untergangs zu einem großen Geschäft für die Auktionsbranche entwickelt. Eine Geige, die kurz vor dem Untergang vom Bordorchester gespielt worden sein soll, brachte im vergangenen Jahr 900 000 Pfund ein, eine Speisekarte aus dem Bordrestaurant 76 000 Pfund.

dpa

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