Kannibalismus in Pakistan

Tote ausgebuddelt und verspeist: Haft für Brüder

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Einer der beiden Kannibalen-Brüder wird von der Polizei eskortiert.

Islamabad - Sie haben Leichen aus Gräbern gestohlen und das Fleisch der Toten gegessen - dafür hat ein Gericht in der ostpakistanischen Stadt Sargodha zwei Brüder nun zu zwölf Jahren Haft verurteilt.

Der 40-Jährige und sein drei Jahre jüngerer Bruder müssten nach dem Urteil außerdem umgerechnet jeweils rund 5300 Euro Geldstrafe zahlen, sagte Staatsanwalt Muhammad Anwar Khan der Nachrichtenagentur dpa am Mittwoch. Die Geschwister waren vor zwei Monaten festgenommen worden, als in ihrem Haus der abgetrennte Kopf eines Babys gefunden wurde. Es ist bereits die zweite Gefängnisstrafe im Zusammenhang mit Kannibalismus für die Brüder.

Die beiden Männer waren 2011 zu zwei Jahren Haft verurteilt worden, weil sie Beine und Füße einer Frau, deren Leiche sie aus einem Grab raubten, kochten und aßen. Die Haftstrafe war so gering ausgefallen, weil Pakistan keine Gesetze hat, die für Kannibalismus vorgesehen sind. Die Brüder waren damals schuldig gesprochen worden, Gräber entweiht zu haben. Staatsanwalt Khan sagte, um diesmal eine schärfere Strafe zu ermöglichen, seien die Täter unter den Anti-Terror-Gesetzen des Landes angeklagt worden.

dpa

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