Tatverdächtiger festgenommen

Ein Toter bei Schießerei an US-Universität

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Bei einer Schießerei an einer Universität in Seattle ist ein Mann getötet worden.

Seattle - Erneut hat es in den USA eine tödliche Schießerei auf einem Hochschul-Campus gegeben: Ein junger Mann stürmte am Donnerstag ein Universitätsgebäude in Seattle im nordwestlichen US-Bundesstaat Washington und tötete einen Studenten.

Das teilte die Polizei mit. Drei weitere junge Menschen seien bei dem Vorfall an der Seattle Pacific University verletzt worden. Der 26-jährige Schütze wurde von Studenten überwältigt und festgenommen.

Der junge Mann stürmte laut Polizei die Eingangshalle einer naturwissenschaftlichen Fakultät auf dem Campus und schoss mit einer Pump Gun um sich. Dabei habe er vier junge Menschen verletzt. Einer von ihnen, ein 19-jähriger Student, sei auf dem Weg ins Krankenhaus seien schweren Verletzungen am Oberkörper erlegen. Eine junge Frau, die ebenfalls im Oberkörper getroffen wurde, schwebe in Lebensgefahr.

Ein studentischer Wächter setzte den Schützen mit Pfefferspray außer Gefecht, anschließend wurde der Angreifer von mehreren weiteren Studenten überwältigt, bevor die Polizei eintraf und den Schützen festnahm.

Polizeisprecher Chris Fowler sagte, der 26-Jährige habe gerade seine Waffe nachladen wollen, als der Wächter ihn überwältigt habe. "Als er auf dem Boden lag, sind andere Studenten auf sie gesprungen, und sie konnten den Schützen festhalten, bis die Polizei kam." Laut der Zeitung "Seattle Post Intelligencer" war dieser kein Student an der Hochschule. Demnach sollte er am Freitag einem Richter vorgeführt werden.

Nach den Worten des stellvertretenden Polizeichefs von Seattle, Paul McDonagh, konnte durch das beherzte Eingreifen der Studenten Schlimmeres verhindert werden: Der auch mit einem Messer bewaffnete Schütze habe offenbar viele weitere Menschen töten wollen. Dafür spreche, dass er weitere Munition bei sich gehabt habe.

Der Bürgermeister von Seattle, Ed Murray, zeigte sich entsetzt über den Vorfall und kritisierte die laxen Waffengesetze in den USA. "Wieder einmal ist die um sich greifende Waffengewalt nach Seattle gekommen, die Epidemie der Waffengewalt, die unsere Nation quält."

Der Student Blake Oliveira hörte die Schießerei während des Unterrichts in einem Physikraum. Er habe nach dem ersten lauten Knall geglaubt, es handle sich um ein Experiment, sagte er der Zeitung "Seattle Post Intelligencer". Dann habe er Schreie gehört, berichtete der 21-Jährige. Nach einigen Minuten seien Polizisten in den Klassenraum gekommen und hätten die Studenten hinaus begleitet. Die Eingangshalle sei voller Blut gewesen.

In den vergangenen Jahren hat es immer wieder Schießereien in Schulen und Universitäten in den USA gegeben. Erst vor knapp zwei Wochen erschoss ein 22-jähriger Mann auf einem Hochschul-Campus in Santa Barbara in Kalifornien sechs Menschen, bevor er sich selbst tötete. Im Dezember 2012 wurden in einer Schule in Newtown in Connecticut 20 Erstklässler und sechs Erwachsene getötet. Bei einer Schießerei in der Universität Virginia Tech im April 2007 wurden 33 Menschen getötet, darunter der Angreifer.

afp

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