Verweigerung wegen schlechter Deutschkenntnisse

Urteil: Kurde bekommt doch neues Herz

Bielefeld - Weil ihm wegen mangelnder Deutschkenntnisse eine Herztransplantation verweigert wurde, zog ein Patient aus dem Irak vor Gericht. Jetzt hat das Gericht entschieden.

Der Herzpatient aus dem Irak, der wegen mangelnder Deutschkenntnisse nicht auf eine Transplantationsliste gekommen war, hat sich mit der Klinik auf einen Vergleich geeinigt. Die Transplantationsklinik im nordrhein-westfälischen Bad Oeynhausen zahlt dem 62 Jahre alten Flüchtling 5000 Euro. Im Gegenzug verzichtet der Kläger auf seine Forderung nach einem Schmerzensgeld von 10 000 Euro.

Damit gab es am Freitag vor dem Landgericht Bielefeld keine grundsätzliche Entscheidung über die Weigerung der Klinik, den Mann wegen mangelnder Deutschkenntnisse auf die Warteliste für Spenderherzen zu setzen. Die Ärzte hatten sich auf Richtlinien der Bundesärztekammer berufen. Der 62-Jährige ist inzwischen auf der Warteliste der Uni-Klinik Münster. Patientenschützer hatten die Richtlinien der Bundesärztekammer scharf kritisiert.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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