30 Jahre Haft

US-Islamist für versuchten Anschlag verurteilt

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Oregon - Wegen eines geplanten Anschlags auf eine Weihnachtsbaumfeier im US-Bundesstaat Oregon ist ein 23-Jähriger US-Somalier zu 30 Jahren Haft verurteilt worden.

Der beabsichtigte Anschlag sei ein "entsetzliches" Verbrechen gewesen, sagte Richter Garr King bei der Strafmaßverkündung am Mittwoch (Ortszeit). Mohamed Mohamud sei nie von seinen Anschlagsplänen abgewichen. FBI-Ermittler hatten sich als vermeintliche Al-Kaida-Mitglieder ausgegeben, mit Mohamud Kontakt aufgenommen und ihm schließlich einen Sprengsatz besorgt, der nicht gezündet werden konnte.

Mohamud wurde im November 2010 verhaftet, nachdem er die unscharfe Bombe in einem Minibus in der Stadt Portland hatte zünden wollen. Im Februar 2013 sprach eine Geschworenenjury den US-Somalier wegen des Anschlagsversuchs schuldig, nun folgte das Strafmaß. Mohamuds Verteidigung hatte während des Prozesses darauf gepocht, ihr Mandant sei von der US-Bundespolizei hereingelegt worden.

Den Ermittlern zufolge hätten bei dem von Mohamud geplanten Anschlag tausende Menschen getötet werden können, hätte es sich um eine echte Bombe gehandelt. FBI-Ermittler waren nach Darstellung der Anklage auf Mohamud aufmerksam geworden, nachdem dieser versucht hatte, im Internet Mitglieder des islamistischen Terrornetzwerks Al-Kaida zu kontaktieren. Daraufhin hatten die Ermittler Mohamud mit dem nicht zündfähigen Sprengsatz versorgt.

Der Verurteilte entschuldigte sich nach einem Bericht der Tageszeitung "The Oregonian" am Mittwoch für seine Pläne. "Die Dinge, die ich gesagt und getan habe, waren schrecklich", zitierte ihn das Blatt.

AFP

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