US-Kampfflieger eskortieren Air-France-Maschine

Anonymer Anrufer droht mit Bomben in Passagierflugzeugen

+
Ein Passagierflugzeug von Air France steht am 25. Mai 2015 am Flughafen von New York an einem Gate.

New York - Ein anonymer Anrufer hat in den USA bei mehreren Polizeiwachen angerufen und mit Chemiewaffen an Bord von Passagierflugzeugen gedroht. US-Kampfflieger eskortierten eine Air-France-Maschine daraufhin nach New York.

Nach anonymen Drohungen gegen mehrere Passagierflugzeuge haben US-Kampfflieger eine aus Frankreich kommende Air-France-Maschine zum internationalen Flughafen in New York eskortiert. Zwei F-15-Jets seien am Montag wegen einer Bombendrohung losgeschickt worden, teilte die Polizei mit. Bei einer anschließenden Durchsuchung des Airbus 330-200 wurde nichts Verdächtiges entdeckt, auch die Drohungen gegen andere Flugzeuge erwiesen sich als falsch.

Die Drohungen betrafen bis zu zehn Flugzeuge in den USA, darunter eins von Saudi Arabian Airlines, erfuhr die Nachrichtenagentur AFP aus mit den Vorgängen vertrauten Kreisen. Die meisten Drohungen hatten demnach "die selbe Quelle". Allerdings habe sich keine der Drohungen als glaubwürdig herausgestellt.

Mann am Telefon: An Bord von mehreren Flugzeugen Chemiewaffen versteckt

Der US-Fernsehsender NBC berichtete unter Berufung auf die Bundespolizei FBI, ein Mann habe am Montag bei mehreren Polizeiwachen in den USA angerufen und mitgeteilt, an Bord mehrerer Flugzeuge befänden sich Chemiewaffen.

Die Warnung gegen die Air-France-Maschine ging laut FBI am frühen Montagmorgen (Ortszeit) bei einer Polizeiwache im Bezirk Garrett im US-Bundesstaat Maryland ein. Das FBI und ein Terror-Abwehrzentrum in Maryland seien sofort eingeschaltet worden.

Als "Vorsichtsnahme" habe das für die USA und Kanada zuständige Nordamerikanische Luft- und Weltraum-Verteidigungskommando (Norad) zwei US-Kampfjets losgeschickt, um den Air-France-Flug AF22 zum New Yorker John-F.-Kennedy-Flughafen zu eskortieren, teilte das FBI in einer Erklärung mit. Nach Angaben eines Air-France-Sprechers in Paris begleiteten die Kampfflieger die Passagiermaschine etwa eine Stunde lang bis zur Landung. Vor seiner Durchsuchung sei der Flieger in einem gesonderten Bereich des New Yorker Flughafens abgestellt worden.

Drohungen gegen zwei weitere Maschinen ausgesprochen

Das um 8.32 Uhr MESZ in Paris gestartete Air-France-Flugzeug sei problemlos in New York gelandet und dort durchsucht worden, erklärte das FBI. Dabei seien weder eine Bombe noch andere gefährliche Gegenstände entdeckt worden. Aus mit den Vorgängen vertrauten Kreisen hieß es dazu, die Kampfjets seien losgeschickt worden, weil unmittelbar nach der Bombendrohung zu der Besatzung der Air-France-Maschine kein Kontakt habe hergestellt werden können.

Der US-Sender ABC News berichtete, auch gegen zwei Maschinen auf dem Weg zum Flughafen Newark im Bundesstaat New Jersey seien Drohungen ausgesprochen worden. Dabei handelte es sich demnach um eine Maschine von Delta Airlines aus London und einen in Madrid gestarteten Flug von United Airlines. Auch eine Maschine von American Airlines, die im englischen Birmingham gestartet sei, sei Gegenstand einer Drohung gewesen. Diese habe sich aber schnell als falsch erwiesen, so dass das Flugzeug planmäßig gelandet sei.

Die Zeitung "Boston Herald" zitierte einen Sprecher des internationalen Flughafens in Boston, wonach eine Drohung gegen einen Flug aus Paris sich als "Scherz" herausgestellt habe.

AFP

Schlagworte zu diesem Artikel

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken, um Missbrauch zu vermeiden.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren: Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.