Züchter geben Versprechen ab

Tierschützer retten Hunde vor dem Kochtopf

New York - Tierliebhaber aus den USA haben mehrere Hunde in Südkorea vor dem Kochtopf bewahrt.

Die ersten zwölf von 23 Hunden, die eine US-Tierschutzorganisation einem Züchter in Südkorea abkaufte, trafen am Montag in Alexandria im US-Bundesstaat Virginia ein, wie die Organisation Humane Society International (HSI) mitteilte. Die restlichen Hunde sollten am Dienstag eintreffen. Der Züchter habe eingewilligt, die Hunde gegen eine Entschädigungszahlung abzugeben und künftig Blaubeeren anzubauen, sagte die HSI-Verantwortliche für Haustiere, Kelly O'Meara, der Nachrichtenagentur AFP.

In einigen asiatischen Ländern gelten Hunde als Delikatesse. HSI hat außer in Südkorea auch in China, Thailand, Vietnam und auf den Philippinen Kampagnen gestartet, um die Menschen vom Verzehr von Hundefleisch abzubringen. "Aber Südkorea ist ungewöhnlich, weil Hunde dort sogar gezüchtet werden, um die Nachfrage zu befriedigen", sagte O'Meara. In anderen Ländern würden Straßenhunde verwendet. In Südkorea landen nach Angaben der Tierschützerin pro Jahr zwischen 1,2 und zwei Millionen Hunde im Kochtopf, die Zahl der Zuchtbetriebe werde auf mehrere hundert geschätzt.

Laut O'Meara ist es das erste Mal, dass für den Verzehr bestimmte Hunde aus Südkorea gerettet werden. In den USA gibt es viele Tierschutzorganisationen und eine große Nachfrage nach Haustieren wie Hunden und Katzen. Die südkoreanischen Mischlingshunde wurden nach ihrem langen Flug in die USA zunächst in Zwingern der Animal Welfare League in Alexandria nahe Washington untergebracht. Nach tiermedizinischen Untersuchungen sollen sie in verschiedene Tierheime umziehen, wo sie auf neue Besitzer hoffen können.

afp

Rubriklistenbild: © Symbolbild/dpa

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