Grausame Schicksale

AI: IS verkauft und vergewaltigt Jesidinnen

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Am 09.08.2014 protestierten in Frankfurt am Main mehr als 1500 Kurden und Jesiden gegen die Invasion der Terrorgruppe IS (Islamischer Staat) in weiten Teilen des Nordirak.

New York - Die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) hat nach Angaben von Amnesty International "hunderte, wenn nicht tausende" Mädchen und Frauen der Jesiden als Sexsklavinnen missbraucht.

Die im Irak verschleppten weiblichen Mitglieder der religiösen Minderheit seien zwangsverheiratet oder an IS-Kämpfer und Anhänger verkauft worden, erklärte die Menschenrechtsorganisation am Dienstag. Viele der Opfer hätten Suizid begangen, um ihrer Schmach zu entgehen. Insgesamt hat Amnesty nach eigenen Angaben mit 40 ehemaligen IS-Gefangenen gesprochen. Ihr Schicksal bestätigen die Gräuelberichte aus den Gebieten unter Kontrolle der radikalislamischen Miliz.

Der Bericht schildert unter anderem das Schicksal der 19-jährigen Jilan, die sich nach Angaben ihres Bruders aus Angst, vergewaltigt zu werden, selbst tötete. Ein Mädchen, das gemeinsam mit Jilan verschleppt worden war und entkommen konnte, bestätigte die Angaben: "Eines Tages brachte man uns Tanzkleider und befahl uns, zu baden und sie anzuziehen. Jilan schnitt sich noch im Badezimmer die Pulsadern auf und erhängte sich. Sie war sehr schön. Sie wusste, dass sie von einem Mann weggebracht würde, deshalb brachte sie sich um".

Eine weitere ehemalige Gefangene berichtete, wie sie und ihre Schwester vergeblich versuchten, sich mit Schals gegenseitig zu strangulieren, um einer Zwangsehe zu entgehen. Sie sei ohnmächtig geworden und habe tagelang nicht sprechen können, sagte die 27-jährige Wafa. Zwei andere Frauen hätten sie schließlich daran gehindert, sich zu töten. "Sie haben unser Leben zerstört", sagte die 16-jährige Randa, die mit ihrer Familie verschleppt und von einem doppelt so alten Mann vergewaltigt worden war.

"Viele der Sexsklavinnen sind noch Kinder, Mädchen im Alter von 14, 15 Jahren oder noch jünger", erklärte die AI-Psychologin Donatella Rovera. Sie sprach von "katastrophalen" psychischen und physischen Konsequenzen für die Opfer dieser extremen sexuellen Gewalt. "Viele von ihnen wurden gefoltert und wie Gegenstände behandelt. Selbst diejenigen, die fliehen konnten, bleiben zutiefst traumatisiert".

AFP

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