Siedlung mit 20 Einwohnern

Waldbrände: Vermisstes russisches Löschflugzeug gefunden

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Zwei Tage nach dem Absturz des russischen Löschflugzeugs in der sibirischen Taiga ist das ausgebrannte Wrack entdeckt worden.

Zehn russische Rettungsflieger sind beim Kampf gegen Waldbrände in Sibirien gestorben. Der entscheidende Hinweis auf der Suche nach ihrem abgestürzten Flugzeug kommt aus einem verlassen geglaubten Dorf.

Zwei Tage nach dem Absturz eines russischen Löschflugzeugs in der sibirischen Taiga ist das ausgebrannte Wrack entdeckt worden. Die russischen Behörden gingen vom Tod aller zehn Besatzungsmitglieder aus. Bis zum Sonntagabend (Ortszeit) im Gebiet Irkutsk bargen Rettungsleute acht Leichen. Auch die Flugschreiber der Maschine vom Typ Iljuschin Il-76 wurden russischen Agenturen zufolge gefunden. Das Flugzeug hatte am Freitag Waldbrände in der Region bekämpft und war auf dem Rückflug vom Radar verschwunden.

Gefunden wurde das Wrack an einem bewaldeten Berghang etwa 650 Kilometer nordöstlich der Gebietshauptstadt Irkutsk. Die Maschine habe beim Absturz einen weiteren Waldbrand ausgelöst. Von der Il-76 blieb nur das Leitwerk erhalten. „Die Maschine ist sonst vollständig verbrannt“, sagte Sergej Didenko, Leiter des regionalen Zivilschutzes.

Behörden hielten Siedlung für verlassen

Bei der tagelangen Suchaktion in den Weiten der Taiga gaben Einwohner des Dörfchens Rybny Ujan den entscheidenden Hinweis. Die Behörden hielten die Siedlung für verlassen, trotzdem leben dort etwa 20 Menschen. Sie berichteten, die Maschine sei über sie hinweggeflogen. Es habe einen Knall gegeben, dann seien die Triebwerke verstummt. Als Unglücksursache vermutet der Einsatzstab technisches Versagen oder einen Pilotenfehler.

Irkutsk liegt 4200 Kilometer östlich von Moskau in der Nähe des bei Touristen beliebten Baikalsees. In dem Gebiet wüten seit Tagen Waldbrände. Die Il-76 kann 42 Tonnen Wasser an Bord nehmen und gilt damit als eines der größten Löschflugzeuge der Welt.

dpa

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