Die blinden Flecken kennen

Was im Assessment Center wichtig ist

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Zu dominant oder zu freundlich? Viele Bewerber wissen nicht, wie sie auf andere wirken und haben dadurch Nachteile. Foto: Christin Klose/Archiv

Müssen Hochschulabsolventen zum Assessment Center, ist vor allem eins wichtig: die blinden Flecken zu kennen. Wie wirke ich auf andere? Welche Position nehme ich häufig in einer Gruppe ein? Im Vorteil ist, wer diese Fragen beantworten kann.

Hamburg (dpa/tmn) - Wer eine Einladung zum Assessment Center bekommt, kann sich nur begrenzt darauf vorbereiten. Häufig sind die Aufgaben immer wieder andere - umso wichtiger ist es deshalb, zu wissen, wie man generell auf andere wirkt, sagt Svenja Hofert, Karriereberaterin aus Hamburg.

"Viele kennen ihre blinden Flecken nicht." Sie empfiehlt, sich im Idealfall schon im Studium immer wieder Feedback von anderen einzuholen. So könne man etwa den Professor fragen, wie man im Seminar herüberkommt. Freunde oder Familie geben einem in dieser Frage oft kein hilfreiches Feedback, da sie einen viel zu gut kennen.

Außerdem sollte man eine Selbstpräsentation für das Assessment Center vorbereiten. "Das gehört fast jedes Mal dazu", sagt Hofert. Häufig wird man gebeten, sich in einer bestimmen Zeitdauer vorzustellen: Oft werden 1,3,5 oder 10 Minuten vom Personaler vorgegeben. Viele sind souveräner, wenn sie im Vorfeld Selbstpräsentationen für alle drei Zeitdauern vorbereitet haben.

Üblich ist außerdem häufig, dass es ein Fallbeispiel gibt. Teilnehmer müssen hier eine Fragestellung aus der Branche innerhalb einer bestimmten Zeit lösen. Hier ist wichtig zu wissen: Am Ende gibt es in der Regel kein richtiges oder falsches Ergebnis, den Personalern kommt es vielmehr auf einen logischen und strukturierten Lösungsweg an.

Um sich besser auf das Assessment Center vorbereiten zu können, sollten Bewerber übrigens nach der Einladung auf jeden Fall noch einmal beim Personaler anrufen und sich erkundigen, welche Aufgaben auf einen zukommen. Häufig rückt er dann ein paar Informationen heraus.

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