WC-Sitz-Stop: Was es im ersten "Erfinderladen" alles gibt

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Der WC-Sitz-Stop vom Münchner Erfinder La Pica.

Salzburg - Wer auf der Suche nach kuriosen Geschenkideen ist, wird hier sicher fündig. In Salzburg eröffnete dieser Tage der erste Erfinderladen. Ein WC-Sitz-Stop ist nur eines der verrückten Tüftler-Ideen.

Beim Stöbern im Salzburger Erfinderladen stößt der Kunde auf praktische und lustige Dinge. Da gibt es zum Beispiel Mozart-Quietsche-Enten und Dosen, die eigentlich ein Safe sind. Außerdem sind Straßenkarten zu haben, die nicht umständlich gefaltet werden müssen, und biologisch abbaubare Tüten für die Hinterlassenschaften beim Gassigehen mit dem Hund. “Das Rad muss nicht immer neu erfunden werden. Es können oft Kleinigkeiten sein“, weiß Geschäftsführer Klaus Weissenbäck zu berichten, der dieser Tage den Erfinderladen eröffnet hat.

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Das Unternehmen wurde bereits vor 13 Jahren in Salzburg gegründet, wanderte 2004 allerdings nach Berlin ab und führte die Geschäfte von dort aus weiter. Vor drei Jahren gründete Weissenbäck aber doch wieder einen Standort in Salzburg. “Das Konzept ist in Berlin so gut angekommen, dass wir gedacht haben, das brauchen die Österreicher auch.“

Von Salzburg aus betreut ein Team von neun Mitarbeitern Erfinder in Österreich und Bayern. “Die Zusammenarbeit mit Berlin ist sehr eng. Vor allem bei den Recherchen stehen wir in ständigem Austausch“, erläutert Weissenbäck. Das Geschäft in der Mozartstadt finanziert sich durch den Direktverkauf und den Verkauf im Online-Shop.

“Wir bekommen etwa 1000 Ideen im Jahr. 50 bis 60 davon werden von uns weiterverfolgt. Sinnlose Ideen zu unterstützen, macht keinen Sinn. Nach etwa 18 Monaten kann man sagen, ob ein Erfolg absehbar ist“, beschreibt Weissenbäck das Konzept. 90 Prozent der Erfinder sind Männer. Der Erfinderladen überprüft die Ideen und macht gegebenenfalls ein Angebot zur Zusammenarbeit.

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Im Erfinderladen werden kreative Werke nicht nur verkauft, sondern auch gezeigt. Im hauseigenen Erfindermuseum gibt es wechselnde Ausstellungen, den Anfang macht die Fachhochschule Salzburg. “Viele Studenten erfinden tolle Sachen“, sagt Weissenbäck. “Wir zeigen ihnen, dass sie ihre Erfindungen schützen müssen, bevor sie an die Öffentlichkeit gehen.“

Münchner erfindet WC-Sitz-Stop

Dass Erfindungen nicht nur kreativ, sondern auch praktisch sein können, beweist Francesco La Pica aus München. Er hat sich mit dem Problem locker werdender Toilettenbrillen befasst. Seine Lösung: der WC-Sitz-Stop. Dabei werden kleine Hülsen in die Keramik gesteckt, diese verhindern das Wackeln der Toilettenbrille.

Mozart-Quietsche-Ente gefällig?

Der Salzburger Erfinder Rudolf Doppelbauer ist mit seinen Mozart-Quietsche-Enten vertreten. Sie werden bereits in ganz Österreich verkauft. “Meine nächste Idee hat direkt etwas mit den Bayern zu tun, aber das kann ich noch nicht verraten“, schmunzelt Doppelbauer.

dpa

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