Warmer Start, dann eher herbstlich

Wechselhafter Sommer: Temperatursturz in der kommenden Woche

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Lauer Sommerabend: Am Sonntag und Montag erwarten uns in der Region wie hier am Northeimer Kiessee sommerliche Temperaturen.

Das Wochenende kann mit bis zu 25 Grad noch einmal sommerlich werden. Danach erwartet uns allerdings ein Temperatursturz. Die Aussichten für Nordhessen und Südniedersachsen.

Der Sommer ist in Deutschland bisher ganz typisch wechselhaft, vielerorts aber auch ungewöhnlich nass verlaufen. Die ersten beiden Sommermonate waren sehr abwechslungsreich und unbeständig. Auch bei uns in Nordhessen und Südniedersachsen.

"Das ist auffällig, aber auch typisch", sagte Meteorologe Gerhard Lux vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Offenbach. Ein sehr heißer und beständiger Sommer wie etwa im Jahr 2003 sei eher die Ausnahme, dennoch hätten stabile Wetter-Perioden mit ein oder zwei freundlichen Wochen am Stück bisher gefehlt. Zu kalt war es aber keineswegs.

Die kommende Woche startet in der Region zwar noch sommerlich warm, dann wird es aber eher herbstlich kühl mit Temperaturen auch mal nur bis 17 Grad und leichtem Regen.

Die Aussichten

Der Sonntag und Montag wird in Südniedersachsen noch einmal sommerlich warm. Bis zu 26 Grad und zwölf Sonnenstunden sind möglich. Mittwoch bis Freitag klettert in Northeim, Göttingen und Hann. Münden und Göttingen das Thermometer nur noch auf maximal 19 Grad, teilweise sogar deutlich kälter bei herbstlichen 15 Grad, verbunden mit vielen Wolken und zeitweise Regenfällen. Für das folgende Wochenende prognostizieren die Meteorologen dann aber wieder sommerliche 24 Grad.

Ähnlich sind die Aussichten für Nordhessen. Während es am Sonntag und Montag noch bis zu 25 Grad gibt, fallen die Temperaturen in Kassel, Witzenhausen  und Homberg  in der kommenden Woche deutlich. Bis zur Wochenmitte kaum über 18 Grad, teils eher weniger. Ab und an können auch einige Tropfen vom Himmel fallen. Erst am Freitag legen die Temperaturen wieder zu und es wird zum Wochenende wieder über 20 Grad warm.

Wie das Wetter in ihrem Ort wird, können Sie hier nachlesen: Das HNA-Wetter für Ihren Ort.

Viel Regen aber auch lange Sonne

Am heißesten sei es in diesem Sommer bislang mit jeweils 36,4 Grad am 24. Juni in Berlin und am 20. Juli im rheinland-pfälzischen Bad Kreuznach gewesen. Die bundesweite Durchschnittstemperatur von 17,3 Grad liegt laut Lux rund ein Grad über dem Soll, das sich aus einer Referenz aus 30 Jahren ergibt. Im Schnitt am wärmsten war es demnach in Waghäusel (Kreis Karlsruhe) mit 19,6 Grad.

Der Regen-Sollwert des Sommers ist an etlichen Messstationen bereits erreicht oder überschritten und auch ein neuer Sommer-Regen-Rekord aufgestellt: In Borken in Nordrhein-Westfalen sind im Juni und Juli schon 362 Liter Regen pro Quadratmeter gefallen. Bislang lag der Rekord dort bei rund 313 Litern - allerdings im ganzen Sommer. Insgesamt sei der Juni ungewöhnlich nass gewesen. Schuld daran war eine Großwetterlage namens "Tief Mitteleuropa", bei der sich tiefer Luftdruck über viele Tage über Deutschland hält. "Das führte zu den vielen Niederschlägen und feuchter Luft", erklärt Lux.

Nichts auszusetzen hat der Meteorologe hingegen an der bisherigen Sonnenscheindauer: "Da liegen wir derzeit bei 65 Prozent des Solls für den gesamten Sommer. Das ist also genau das, was man nach zwei Monaten erwarten kann." Wie fast in jedem Jahr war die sonnigste Ecke Deutschlands an der Küste im Nordosten zu finden, wo rund um Rügen und Hiddensee die Sonne gut 540 Stunden lang strahlte.

Nordrhein-Westfalen hingegen schneidet bisher als "trübste Ecke" ab, hier gab es im Juni und Juli viele Gewitter, Wolken und stellenweise hohe Niederschläge. "Dafür ist Duisburg und keineswegs Freiburg, wie oft angenommen wird, im Jahresmittel die wärmste Stadt der Republik. Einfach, weil es dort im Winter nicht so kalt wird", sagte Lux. (mit dpa)

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