Tödlicher Colorado River

Bayerischer Kajakfahrer stirbt im Grand Canyon

Grand Canyon
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Der Colorado River im Grand Canyon gilt derzeit als besonders gefährlich.

Phoenix - Schon wieder stirbt ein Deutscher im Grand Canyon. Ein Kajakfahrer verliert auf dem Colorado River sein Leben. Auch er hatte gesundheitliche Probleme.

Zwei Tage nach dem Tod eines deutschen Touristen im Grand Canyon ist in dem US-Nationalpark ein weiterer Deutscher ums Leben gekommen. Der 43-Jährige sei mit seinem Kajak auf dem Colorado River gekentert und habe das Boot nicht mehr aufrichten können, teilte die Nationalparkbehörde am Donnerstag (Ortszeit) mit. Es war für den Mann aus Augsburg der erste Tag eines mehrtägigen Gruppen-Ausflugs. Nach Angaben von zwei Gruppenmitgliedern waren gesundheitliche Probleme Ursache des Unfalls.

Das sei durch eine Autopsie des Mannes bestätigt worden, schreiben zwei teilnehmenden Redakteure des Kanu-Magazins in der Online-Ausgabe der Fachzeitschrift. Das Magazin habe die Kajakreise initiiert.

Der Kajakfahrer sei zunächst ohne offensichtlichen Grund gekentert. Mitpaddler seien sofort bei ihm gewesen und hätten mit Wiederbelebungsmaßnahmen begonnen. Noch während der Bergung habe er das Bewusstsein verloren, schreiben die Redakteure. Auch ein mitpaddelnder Arzt und Mediziner, die mit einem Helikopter rasch eingetroffene seien, hätten den Mann nicht retten können.

Erst am Montag war im Grand Canyon im Bundesstaat Arizona ein 64-Jähriger aus Lambrechtshagen bei Rostock gestorben, der auf einem Campingplatz bewusstlos geworden war.

Colorado River derzeit besonders gefährlich

Schmelzwasser und starke Regenfälle haben den Colorado und andere Flüsse in der Region kräftig anschwellen lassen. Experten raten deshalb zu besonderer Vorsicht. „In der Hochwasser-Zeit sollten Menschen allgemein das Flussufer meiden“, zitierte der Sender CBS einen Retter. In den Fluten lauerten Gefahren wie umgestürzte Bäume und große Felsbrocken. Außerdem liege die Wassertemperatur vielerorts nur knapp über dem Gefrierpunkt. In den vergangenen zwei Wochen seien drei Menschen in Flüssen der Gegend gestorben. Außerdem gibt es mindestens einen Vermissten, meldete CBS weiter.

Während sich Kanufahrer auf Hochwasser in der Regel einstellten, gebe es weitere stille Tücken, sagte Dieter Reinmuth, Mitarbeiter des Deutschen Kanu-Verbandes und Redakteur der Fachzeitschrift Kanu-Sport. In Deutschland werden Reinmuth zufolge rund ein Dutzend tödliche Kanuunfälle pro Jahr bekannt - oft hinter recht ungefährlich erscheinenden Steilwehren.

dpa

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