Wespen wieder aggressiver: Auf keinen Fall anpusten

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Eine Wespe sitzt auf einem mit Butter und Marmelade bestrichenen Vollkornbrot. Besonders gegen Ende ihres Zyklus suchen die Tiere vermehrt nach Zucker. Foto: Karl-Josef Hildenbrand (Archiv)

Der Sommer neigt sich dem Ende entgegen - und so auch die Zeit der Wespen. Ihr natürlicher Zyklus lässt die Tiere aggressiver werden, denn sie sind nun hartnäckig auf der Suche nach Zucker. Im Falle einer Konfrontation helfen altbewährte Strategien.

Hilpoltstein (dpa/tmn) - Die ersten Wespen sterben - das macht sie derzeit besonders lästig. Der natürliche Zyklus der meisten Tiere endet ab Ende August. Dieser Prozess dauert bei milder Witterung bis etwa Anfang November an. Dann sind nur noch die Jungköniginnen übrig.

Sie überwintern und gründen im folgenden Frühling neue Wespenstaaten. Dieser Lauf der Dinge lässt die Tiere jetzt besonders aufdrehen: Während sie bisher nur Eiweiß zur Aufzucht ihrer Larven benötigt haben, gehen sie jetzt gezielt und besonders hartnäckig auf die Suche nach Zucker, erklärt der Landesbund für Vogelschutz in Bayern (LBV). Die Experten raten, keine Fangfallen und kein Ablenkfutter aufzustellen. Das locke derzeit noch mehr Tiere an.

Stattdessen sollte man möglichst Ruhe bewahren, hektische oder panische Bewegungen in der Nähe der Tiere vermeiden und sie auf keinen Fall anpusten. Das Kohlendioxid in der Atemluft wirkt laut LBV wie ein Alarmsignal auf die Tiere und versetzt sie in Angriffsstimmung.

Grundsätzlich sind in diesem Spätsommer in den meisten Regionen Deutschlands aber deutlich weniger Wespen unterwegs als in den Vorjahren. Heftiger Regen hat die Nester im Frühjahr weggespült, erläutert die Deutsche Wildtierstiftung.

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