Winterchaos in Europa: Züge und Flüge fallen aus

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Ein Personenzug ist im Schnee stecken geblieben. (Symbolfoto)

Paris - Winterchaos international: In Frankreich hat das Winterwetter den Bahnverkehr zwischen England und dem Festland beihnahe lahm gelegt. In Belgien verursachte der Schnee einen 500 Kilometer langen Stau.

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Zwischen einem Drittel und der Hälfte der Eurostar-Züge zwischen London und Paris beziehungsweise Brüssel fallen nach französischen Rundfunkangaben aus. Auch andere Bahnstrecken in Frankreich sind von Ausfällen betroffen. An den Pariser Großflughäfen Orly und Charles de Gaulle werden zwischen 10 und 25 Prozent aller Flüge gestrichen.

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Vor allem im Südwesten des Landes saßen am Morgen Hunderte Autofahrer im dichten Schneetreiben fest. In der Bretagne, wo 25 Zentimeter Neuschnee gemessen wurden, war eine Hauptverkehrsachse völlig gesperrt. Betroffen war außerdem der Großraum Paris, wo Tausende Pendler auf vereisten Straßen nur langsam vorankamen. In der Normandie waren Hunderte Lastwagen blockiert. Viele Schulbusse verkehrten nicht.

500 Kilometer Stau nach Schnee in Belgien

Heftige Schneefälle haben am Donnerstagmorgen in ganz Belgien zu 500 Kilometern Stau auf den Autobahnen und Hauptstraßen des Landes geführt. Nach Angaben des Touring-Automobilclubs waren vor allem im Großraum Brüssel viele wichtige Straßen nicht vollständig geräumt, andere überhaupt nicht. Bereits am Mittwochabend waren in der Hauptstadt Straßenbahnen und Busse auf den innerstädtischen Straßen im Schnee stecken geblieben. Der Betrieb auf dem Flughafen Zaventem, der über drei Start- und Landebahnen verfügt, lief am Donnerstag noch, doch rechnete die Flughafengesellschaft mit Verspätungen im Laufe des Tages.

Londoner Flughafen Gatwick geschlossen

Wegen strengen Frosts und anhaltend schweren Schneefalls bleibt der Londoner Flughafen Gatwick am zweiten Tag in Folge geschlossen. Flughafenvertreter teilten am Donnerstag mit, man arbeite an einer Wiederaufnahme des Flughafenbetriebs, die Wetterbedingungen hätten sich jedoch erheblich verschlechtert.

Gatwick soll für den Rest des Tages geschlossen bleiben, während der Betrieb am Londoner City Airport und am Flughafen von Edinburgh nur vormittags eingestellt sein soll. Aufgrund des anhaltenden Schneefalls kam es im Straßen- und Zugverkehr zu massiven Verspätungen, Autofahrer blieben nachts im Schnee stecken. Behörden kündigten angesichts wachsender Kritik am Krisenmanagement nach dem Kälteeinbruch eine Überprüfung des britischen Verkehrssystems an.

Schon 18 Kältetote in Polen

Schneefälle, starker Wind und klirrende Kälte haben in Polen weitere Todesopfer unter Obdachlosen gefordert. Allein am Mittwoch seien zehn Menschen erfroren, teilte ein Polizeisprecher am Donnerstag in Warschau mit. Am Vortag wurden acht Kältetote gefunden.

In der Nacht zum Mittwoch fielen im Osten des Landes die Temperaturen auf minus 26 Grad. In jedem Winter sterben in Polen hunderte Menschen an Unterkühlung. Die meisten Opfer sind Obdachlose und allein stehende ältere Menschen. Oft ist dabei Alkohol im Spiel.

dpa/dapd

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