Viertägiger Fußmarsch durch Dschungel

„Wunder“ im Urwald: Frau und Baby überleben diesen Absturz

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Aus diesem Flugzeugwrack sind die Mutter und ihr Baby lebend herausgekommen.

Bogotá - Eine 18 Jahre alte Frau und ihr Baby haben den Absturz eines Kleinflugzeugs in Kolumbien überlebt und sind nach einem viertägigen Fußmarsch durch den Dschungel gerettet worden.

Wie ein Luftwaffen-Sprecher am Mittwoch (Ortszeit) mitteilte, wurden María Nella Murillo und ihr wenige Monate alter Sohn mit einem Hubschrauber geborgen und in ein Krankenhaus gebracht. Die Frau habe sich leichte Verbrennungen zugezogen, das Kind sei unverletzt, sagten die Ärzte.

Helfer brachten die Mutter und ihr Baby mit dem Hubschrauber ins Krankenhaus.

„Wir hatten schon die Hoffnung verloren, aber schließlich haben wir dieses Wunder vollbracht“, sagte Oberst Héctor Carrascal. Die junge Mutter und das Baby waren demnach in einer zweimotorigen Maschine von Nuquí nach Quibdó unterwegs, als das Flugzeug aus bislang unbekannter Ursache am Samstag im Department Chocó abstürzte. Der Pilot kam ums Leben. Weitere Passagiere waren nicht an Bord. Das Rettungsteam fand das Wrack, von der Frau und ihrem Sohn fehlte aber jede Spur.

Die 18-Jährige sagte nach einem Bericht des TV-Senders RCN, sie habe sich aus Angst vor einer Explosion von dem Flugzeug entfernt und sich dann im Urwald verlaufen. Ihr Handy habe keinen Empfang gehabt. Um nicht zu verdursten, habe sie Kokoswasser und den Tau großer Blätter getrunken. Dem Bericht zufolge fand sie schließlich einen Fluss, folgte dessen Lauf und stieß so auf eine Indio-Siedlung. Die Retter, die das Gebiet überflogen, hatten sie vom Hubschrauber aus per Lautsprecher aufgefordert, an die Absturzstelle zurückzukehren, um die Frau leichter finden zu können.

dpa

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