Hurrikan "Matthew"

Zahl der Wirbelsturm-Todesopfer in Haiti steigt auf über 260

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Eine Frau (l) steht in Les Cayes auf Haiti neben den Trümmern ihres Hauses. Foto: Orlando Barria

Port-au-Prince (dpa) - Der schwere Hurrikan "Matthew" hat in Haiti allein in dem am stärksten betroffenen Department Sud mehr als 260 Menschen getötet.

Das berichtete der Radiosender Metropole unter Berufung auf den örtlichen Zivilschutz. Zuvor hatten die Behörden 108 Todesopfer im ganzen Land gemeldet, davon 26 im Department Sud.

"Der gesamte Westen der südlichen Halbinsel ist schwer getroffen worden", sagte Holly Frew von der Hilfsorganisation Care im US-Fernsehsender CNN. "Wahrscheinlich wird die Zahl der Opferzahl noch weiter steigen."

Der Wirbelsturm der Kategorie 4 hatte den Karibikstaat am Dienstag mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 230 Kilometern pro Stunde getroffen. Häuser wurden zerstört, Bäume knickten um, und Straßen wurden überschwemmt. Die besonders stark betroffenen Regionen Sud und Grand'Anse im Südwesten wurde vom Rest des Landes abgeschnitten.

Die Hauptstadt der Region Grand'Anse, Jérémie, sei zu weiten Teilen zerstört, sagte der Länderdirektor der Hilfsorganisation Care, Jean-Michel Vigreux. Alle Telefonverbindungen und die Stromversorgung seien zusammengebrochen. "80 Prozent der Häuser liegen in Trümmern. Die einzige Verbindungsstraße ist unpassierbar, und den Menschen gehen langsam Nahrung und Geld aus."

Die UN-Blauhelmmission Minustah veröffentlichte Fotos aus Jérémie, die Straßen voller Schlamm und Schutt sowie eingestürzte Mauern zeigen. Nach Angaben der Vereinten Nationen waren 1,5 Millionen Menschen in Haiti von dem Hurrikan "Matthew" betroffen, 350 000 benötigten Soforthilfe.

Bericht Radio Metropole

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