Kampf gegen das Rauchen

Südkorea will Zigaretten drastisch teurer machen

Zigarette
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Um 80 Prozent sollen die Zigarettenpreise in Südkorea angehoben werden.

Seoul - Die Regierung Südkoreas will ihren Kampf gegen das Rauchen verstärken. Deshalb plant sie, die Preise für die Glimmstängel drastisch anzuziehen.

Mit einer drastischen Preiserhöhung um 80 Prozent für Zigaretten will die südkoreanische Regierung ihren Kampf gegen das Rauchen ausbauen. Vom nächsten Januar an sollen die Preise pro Schachtel um 2000 Won auf 4500 Won (3,40 Euro) steigen, wie Gesundheitsminister Moon Hyung Pyo am Donnerstag in Seoul ankündigte. Der Schritt, der vor allem über eine Erhöhung der Tabaksteuer erfolgen soll, muss noch vom Parlament gebilligt werden. Abgeordnete aus dem Regierungs- und Oppositionslager hatten ihren Widerstand gegen eine solch drastische Preiserhöhung angekündigt.

Die Regierung rechnet mit zusätzlichen Steuermehreinnahmen von 2,8 Billionen Won (rund 2,1 Milliarden Euro). Die Raucherquote bei männlichen Erwachsenen liegt den Angaben zufolge bei 44 Prozent und somit weit über den 25 Prozent, die es Durchschnitt der 34 OECD-Länder sind. Ziel sei es, die Quote im Land bis 2020 auf 29 Prozent zu reduzieren, hieß es.

Als weitere Maßnahme der Antirauchkampagne sieht die Regierung vor, dass Schockbilder, die vor Gefahren des Rauchens warnen, auf Zigarettenschachteln aufgedruckt werden müssen. Die Werbung für Zigaretten im Einzelhandel soll verboten werden. Seit Ende 2012 besteht Rauchverbot in und um öffentliche Einrichtungen.

dpa

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