Tatort Schule - Wenn Jugendliche zur Waffe greifen

Amok
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Amoklauf in Winnenden.

Winnenden - Die Messerattacke an einem Gymnasium in Sankt Augustin weckt Erinnerungen an andere Gewalttaten in deutschen Schulen. Meist gingen diese jedoch weit weniger glimpflich aus als am Montag:

11. März 2009: In seiner früheren Realschule in Winnenden bei Stuttgart und auf der anschließenden Flucht erschießt ein 17-Jähriger 15 Menschen und sich selbst. Die Waffe hatte er seinem Vater, einem Sportschützen, entwendet.

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20. November 2006: Mit Gewehren, Sprengfallen und Rauchbomben überfällt ein 18-Jähriger im westfälischen Emsdetten seine frühere Schule, verletzt 37 Menschen und erschießt sich danach.

2. Juli 2003: Ein 16-jähriger Realschüler schießt im fränkischen Coburg während des Unterrichts auf seine Klassenlehrerin und verletzt anschließend eine Schulpsychologin. Danach tötet sich der Jugendliche. Die 41 Jahre alte Lehrerin bleibt unverletzt.

Bilder des Amok-Alarms

Amok-Alarm in Sankt Augustin

26. April 2002: In einem Gymnasium in Erfurt (Thüringen) richtet ein Ex-Schüler ein beispielloses Blutbad an. Schwarz vermummt und schwer bewaffnet zieht der 19-Jährige durch das Gebäude und erschießt 16 Menschen. Dann tötet er sich selbst.

19. Februar 2002: Ein mit zwei Pistolen, drei Rohrbomben und einer Handgranate bewaffneter 22-Jähriger tötet bei einem Amoklauf in Bayern drei Menschen, darunter den Rektor seiner früheren Wirtschaftsschule. Der Amoklauf hatte in Eching bei München begonnen und war in Freising fortgesetzt worden.

16. März 2000: Weil er am Vortag von seinem Realschulinternat in Brannenburg (Bayern) verwiesen wurde, schießt ein Schüler (16) den Leiter der Anstalt in den Kopf und fügt sich dann selbst schwere Verletzungen zu. Das 57 Jahre alte Opfer der Straftat stirbt sechs Tage später.

9. November 1999: In Meißen (Sachsen) stürmt ein 15 Jahre alter Gymnasiast maskiert in ein Klassenzimmer und ersticht seine Lehrerin. Er hatte die Tat angekündigt und wird kurz darauf gefasst.

dpa

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