Es war menschliches Versagen

Zugunglück in Bad Aibling: Politiker beraten über Konsequenzen

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Blumen und Kerzen liegen vor dem Bad Aiblinger Rathaus. 

Bad Aibling/Berlin - Viele Opfer und Angehörige quälte die Ungewissheit. Nun ist klar, dass der Zusammenstoß zweier Züge in Bad Aibling auf menschliches Versagen zurückgeht. Die Politik will über Konsequenzen sprechen.

Nach einer Woche mit vielen Fragen steht nun fest, dass das verheerende Zugunglück in Bad Aibling durch menschliches Versagen ausgelöst wurde. Der Fahrdienstleiter hatte den Zusammenstoß zweier Regionalzüge verursacht, als er nach aktuellem Stand der Ermittlungen ein Sondersignal gab, das er nicht hätte geben dürfte. Die Folge: Elf Menschen starben, Dutzende wurden zum Teil lebensgefährlich verletzt.

Das schwerste Zugunglück in Deutschland seit dem dem ICE-Unfall in Eschede im Jahr 1998 ist am Mittwoch auch Thema im Bundestag. Bei einer Sitzung des Verkehrsausschusses (9.30 Uhr) geht es um mögliche Konsequenzen für den Bahnbetrieb. Dazu wird auch Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) erwartet. Den Abgeordneten soll ein Bericht der Bundesregierung über die Ursache für den Zusammenstoß der Züge am Faschingsdienstag zwischen Holzkirchen und Rosenheim vorgelegt werden. Am Donnerstag wird das Unglück im bayerischen Landtag behandelt.

Gegen den 39 Jahre alten Fahrdienstleiter sei ein Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Körperverletzung sowie wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr eingeleitet worden, hieß es bei einer Pressekonferenz am Dienstag. „Hätte er sich regelgemäß, also pflichtgerecht, verhalten, wäre es nicht zum Zusammenstoß gekommen“, sagte der Leitende Oberstaatsanwalt Wolfgang Giese. Dies sei aber keine Absicht gewesen.

dpa

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