Freisprechung der Kreishandwerkerschaft Hersfeld-Rotenburg

65 neue Junghandwerker

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Sie dürfen stolz auf ihre Leistung sein: Der Elektroniker Jan Pfannkuch (Zweiter von links) und der Kraftfahrzeugmechatroniker Lukas Wolf wurden von Obermeister Kurt Modenbach, Obermeister Uwe Willich und Bebras Bürgermeister Uwe Hassl (von links) als Prüfungsbeste ausgezeichnet.

Bebra. Nach wie vor gilt der alte Satz, dass noch kein Meister vom Himmel gefallen ist. 63 junge Gesellen und zwei junge Gesellinnen jedoch haben auf dem Weg zum Meistertitel einen ersten großen Schritt getan.

In der Gewissheit, dass sie ihr Können und Wissen unter Beweis gestellt haben, konnten sie am Freitagabend in „Bebras Hessischem Hof“ in feierlichem Rahmen und in Anwesenheit zahlreicher Gäste ihre Gesellenbriefe entgegennehmen.

Wie immer beim Wintertermin oblag es Obermeister Kurt Modenbach, stolze 39 Kraftfahrzeugmechatroniker – unter ihnen Modenbachs Sohn Tim – 16 Elektroniker, neun Anlagenmechaniker der Fachrichtung Sanitär-Heizung-Klima und einen Metallbauer zu begrüßen, und nach altem Brauch von den Verpflichtungen des Lehrvertrages freizusprechen. „Der Grundstein ist gelegt“, betonte der erste Mann der Innung der Metallhandwerke. Gleichwohl gelte es, immer auf dem neuesten Stand zu bleiben und sich weiterzubilden. „Übernehmen Sie Verantwortung, seien Sie Ihren Betrieben ein fairer Partner und versuchen Sie, auch Ihren Chef zu verstehen!“, rief der Rotenseeer der Gesellenrunde zu, der diesmal auch zwei „Junggesellinnen“, die Kfz-Mechatronikerinnen Franziska Heidel und Katharina Tchorz – beide aus Bebra – angehörten.

Mit Klugheit und Fleiß

Als Festredner stellte der seit zehn Monaten amtierende Bebraer Bürgermeister Uwe Hassl, der mit Ausbildern, Lehrern, Familienangehörigen und Angestellten der Kreishandwerkerschaft an der Freisprechungsfeier teilnahm, heraus, dass es richtig gewesen sei, sich ein erstes Ziel zu setzen und dieses mit Klugheit und Fleiß anzusteuern. „Sie haben unter Beweis gestellt, dass sie keine zwei linken Hände haben“, unterstrich der Verwaltungschef, der freimütig einräumte, dass er bei seinen ersten Autoreparaturversuchen auf Hilfe zurückgreifen musste.

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Freisprechungsfeier der Kreishandwerkerschaft für den Kreis Hersfeld-Rotenburg

Mit Blick auf den Umbau der Bebraer Innenstadt stellte der Volljurist fest, dass es „Praktiker“ gewesen seien, die all das, was „Theoretiker“ geplant hätten, in die Tat umgesetzt hätten: „Facharbeiter waren noch nie so wertvoll wie heute. Geht Euren Weg mit Selbstbewusstsein und Fleiß weiter und denkt immer daran: Das, was Ihr erlernt habt, dass, was Ihr könnt, kann Euch keiner nehmen.“ Hassl ermunterte die jungen Leute auch dazu, sich gesellschaftlich zu engagieren: „Unser Staat kann nur von uns allen fortentwickelt werden, auch von Euch jungen Handwerkern.“

Auszeichnungen

Für besonders gute Prüfungsleistungen wurden der Kfz-Mechatroniker Lukas Wolf aus Bad Hersfeld und der Elektroniker Jan Pfannkuch aus Schenklengsfeld ausgezeichnet. Aber auch Ausbilder wurden beschenkt, unter anderem der in Schenklengsfeld dem Gemeindevorstand angehörende Torsten Wenzel, dem seine Schüler angesichts der dort möglichen Eröffnung eines Saunaclubs einen Bademantel schenkten.

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Jede Menge Lob einheimsen konnte daneben Walter Wenzel aus Unterhaun, der 24 Jahre lang als Ausbilder im Kfz-Handwerk tätig war. Sein Fazit: „Es hat immer wieder Spaß gemacht, jungen Leuten etwas beizubringen und dabei mitzuhelfen, dass sie Arbeit haben.“ (zwa)

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