US-Erfinder will Schadenersatz

Wer hat's erfunden? Millionenklage wegen Post-Its

+
Der Prozess um die Post-Its könnte eine klebrige Angelegenheit werden.

Los Angeles - Auf der ganzen Welt kennt und benutzt man sie, die Firma 3M wurde mit ihren "Post Its" weltberühmt. Jetzt behauptet ein Mann, er hätte die die praktischen Haftnotizzettel erfunden.

Der US-Erfinder Alan Amron fordert das erfolgreiche Technologieunternehmen 3M heraus. Der 67-Jährige verklagt die Firma 3M auf Schadenersatz in Höhe von umgerechnet mindestens 358 Millionen Euro. Der Grund für den bei einem Bundesgericht in Florida angestrengten Prozess: Amron entwickelte laut am Freitag eingesehenen Unterlagen nach eigenen Angaben schon im Jahr 1973 die Post-it-Haftnotizzettel, die 3M weltweit berühmt machten.

Er habe sie damals "Press-on-Memo" genannt, sie aber nicht patentieren lassen, gibt Amron an. 3M besteht darauf, dass seine Wissenschaftler Arthur Fry und Spencer Silver die Klebezettel erfanden, die das Unternehmen mit Sitz in St. Paul in Minnesota seit dem Jahr 1980 erfolgreich verkauft. Demnach soll der leidenschaftliche Chorsänger Fry nach einer Möglichkeit gesucht haben, die Stimmeinsätze in seinem Notenbuch mit einem Zettel zu markieren ohne die Seiten dabei zu beschädigen. Dabei soll ihm die Entwicklung eines Kollegen eingefallen sein, der einen Kleber erfunden hatte, der zwar überall haftete, sich aber auch ganz leicht wieder ablösen ließ, anstatt sich mit dem Untergrund zu verbinden. Durch das Auftragen dieses Klebers auf Frys Zettel entstand demnach die Grundidee hinter den Post-its.

Ein von Amron im Jahr 1997 eingeleitetes Verfahren gegen 3M endete mit einem Vergleich, dessen Inhalt nicht veröffentlicht wurde. In seiner jetzt eingereichten Klage erklärt Amron, beide Seiten hätten vereinbart, dass weder er noch das Unternehmen die Erfindung für sich beanspruchten. 3M habe sich daran aber nicht gehalten. Der mit dem Fall befasste Richter befürwortet eine gütliche Einigung der Kontrahenten und gab ihnen dafür Zeit bis zum Jahresende.

afp

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken, um Missbrauch zu vermeiden.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.