ADAC kritisiert große regionale Preisunterschiede beim Sprit

Die Autofahrer in Deutschland zahlen derzeit beim Tanken drauf. Wie eine ADAC-Untersuchung der Kraftstoffpreise an Markentankstellen in 20 deutschen Städten zeigt, bekommt man Super E10 in keiner der untersuchten Städte für weniger als 1,55 Euro je Liter.

Noch am günstigsten tankt man laut ADAC zurzeit in den Städten Dessau in Sachsen-Anhalt und Neumünster in Schleswig-Holstein mit einem Durchschnittspreis von 1,559 Euro. Insgesamt neun Städte, darunter Hamburg, liegen mit 1,589 Euro je Liter E10 gleichauf auf dem letzten und teuersten Platz im Ranking.

Deutlich größere regionale Preisunterschiede gibt es derzeit bei Diesel. Während die Autofahrer in Neumünster bei einem Dieselpreis von 1,429 Euro noch vergleichsweise glimpflich davonkommen, muss man im rund 600 Kilometer entfernten Trier 1,486 Euro je Liter bezahlen. Damit liegen die günstigste und die teuerste der untersuchten Städte 5,7 Cent auseinander, was bei einer 50-Liter-Tankfüllung einen Preisunterschied von 2,85 Euro ausmacht.

Laut ADAC gibt es von den untersuchten 20 Städten lediglich in Siegen und Trier kein ausreichendes Angebot von Super E10. Bei den vergangenen Preisuntersuchungen des Clubs war die E10-Verfügbarkeit noch deutlich schlechter. Dies lässt darauf schließen, dass die Mineralölkonzerne ihre Ankündigung wahrmachen, E10 Schritt für Schritt auch in den Landesteilen einzuführen, in denen man den Biosprit bislang nicht tanken konnte.

Der ADAC empfiehlt den Autofahrern, die sich bietenden regionalen Preisunterschiede zu nutzen und so einige Euro zu sparen. Detaillierte Informationen zu den Kraftstoffpreisen an deutschen Tankstellen sowie im Ausland findet man unter www.adac.de/tanken. (adac)

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