ADAC Winterreifen Test: die Tops und Flops

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Winterreifen schneiden im Test auf nassen und verschneiten Straßen eher mäßig ab: Lediglich 5 von 28 Modelle erhielten von der Stiftung Warentest das Urteil “gut“.

München - Schnee, Matsch, Glatteis, nasse und trockene Straßen: Das alles müssen wirklich gute Winterreifen wegstecken können. Der ADAC-Test 2010 nennt die Top- und die Flop-Reifen.

Von den 28 Modellen im aktuellen Test von ADAC und Stiftung Warentest hat zwar in der Gesamtwertung kein einziger Reifen die Bestnote "sehr gut" erreicht, in jeder der beiden untersuchten Größen gibt es jedoch drei mit "gut" bewertete Reifen, die den Autofahrer sicher durch den Winter bringen können.

Der ADAC -Test Winterreifen für kleine Reifen

Schnee, Matsch, Glatteis: Winterreifen sollten einiges aushalten. Ob Sie Ihre Reifen tatsächlich gut durch den Winter bringen, hat der ADAC nun geprüft. Zwar erreichte keiner der 28 getesteten Reifen die Bestnote, allerdings gibt es durchaus beachtenswerte Unterschiede in der Qualität. Testsieger wurde der Dunlop SP Winter Sport 3D MO, der in allen sicherheitsrelevanten Kategorien gut abschnitt und die Bestnote auf Nässe erzielte. © ADAC
Der Goodyear UltraGrip 7+ erzielte in den sicherheitsrelevanten Disziplinen sehr gute Ergebnisse und wird vom ADAC als sehr ausgewogener Reifen empfohlen. © ADAC
Als letzter von dreien erzielte der Esa-Tecar Super Grip 7 die Note "gut". Mit der Sicherheit gab es auch bei diesem Reifen keine Probleme. © ADAC
Der Continental ContiWinterContact TS830 bekam ein "sehr gut" für Verschleiß und auf Schnee, leichte Schwächen zeigte er aber auf trockener Strecke. Gesamturteil: durchschnittlich © ADAC
Der Fulda Kristall Montero 3 wurde in allen Sicherheitskategorien als "sehr gut" bewertet. Auf Nässen zeigte der Pneu leichte Schwächen © ADAC
Beim Verschleiß ist der Semperit Speed-Grip "sehr gut", urteilte der ADAC. Leichte Defizite wurden auf Nässe und Schnee festgestellt.  © ADAC
Der Kleber Kristall HP2 erzielte die Bestnote beim Verschleiß, als Winterreifen hatte er aber einige Schwächen auf Schnee, Nässe und Eis © ADAC
"Sehr gut auf Schnee" meint der ADAC, dafür hat der Vredestein Snowtrac 3 leichte Probleme auf nasser und trockener Straße © ADAC
Der Maloya Davos fährt auf Schnee einwandfrei, auf nasser und trockener Straße hat er aber leichte Schwächen © ADAC
Der Kumho I'ZEN KW23 zeigte sowohl auf nasser Strecke, als auch auf Schnee und Eis einige Schwächen, auch beim Verschleiß schnitt der Reifen nur durchschnittlich ab © ADAC
Auf trockener Straße erhielt der Yokohama W.drive V903 die Bestnote. Auf Nässe reagierte der Pceu jedoch schwach. © ADAC
"Schwach auf trockener Straße, sehr schwach auf Nässe" urteilte der ADAC. Der Star Performer Winter ist damit nicht empfehlenswert. © ADAC
Der Goodyear Vector 4Season ist beim Verschleiß vorbildlich, allerdings hat der Reifen leichte Schwächen auf Nässe und Schnee © ADAC
Den höchsten Verbrauch und leichte Schwächen auf nasser Straße sowie schwach auf Schnee: Für den ADAC fiel der Vredestein Quatrac 3 durch © ADAC

In der kleinen Dimension sind das der Dunlop SP Winter Sport 3D MO mit der Bestnote (2,1) auf Nässe, der Goodyear UltraGrip 7+, der auf Eis recht guten Halt entwickelt, und der Esa-Tecar Super Grip 7. Bei den größeren Reifen liegen der Michelin Alpin A4, der trotz sensationell geringem Verschleiß auch noch mit der Bestnote auf Nässe aufwarten kann, der schneestarke Continental WinterContact TS830P sowie der sehr ausgewogene Dunlop SP Winter Sport 3D vorne.

Nur jeder fünfte Winterreifen ist "gut"

Die drei "mangelhaft" abschneidenden Reifen kommen allesamt aus dem Reich der Mitte und zeigen meist gleich in mehreren Teildisziplinen katastrophale Leistungen.

Dazu ein Beispiel: Bei einer Vollbremsung aus 100 km/h auf nassem Asphalt kamen der Star Performer Winter und der Westlake SW601 Snowmaster 18 beziehungsweise 22 Meter später zum Stehen als der jeweils beste Vergleichsreifen. Zu diesem Zeitpunkt waren die Autos mit den Chinapneus noch mit 46,5 beziehungsweise 52,2 km/h unterwegs.

ADAC Winterreifen Test 2010 - große Reifen

Winterreifentest
ADAC Winterreifen Test 2010: Im Test wurden 28 verschiedene Winterreifen auf ihr Fahrverhalten auf nasser, trockener, verschneiter und vereister Fahrbahn getestet. Bei den größeren Reifen (225/45 R 17 91&94 H) liegt der Michelin Alpin A4 absolut an der Spitze. Trotz sensationell geringem Verschleiß kann der Michlin auch noch mit der Bestnote auf Nässe aufwarten. © ADAC
Continental WinterContact TS830P
Schneestarke erwies sich auch der Continental WinterContact TS830P. Der große Winterreifen ist ab 152 Euro zu haben. © ADAC
Dunlop SP Winter Sport 3D
Zum besten Trio zählt auch der Dunlop SP Winter Sport 3D: Das ADAC Gesamturteil lautet, ein sehr ausgewogener Reifen, sehr gut in allen sicherheitsrelevanten Disziplinen. © ADAC
Winterreifentest
Eher mäßige Leistungen zeigte der Fulda Kristall Contzrol HP: Urteil: Positive Wertung auf Schnee, leichte Schwächen auf nasser Straße und auf Eis. © ADAC
Winterreifentest
Zu den besonders schwachen Winterreifen gehört auch der Interstate WinterIWT-2: leichte Schwächen im Schnee und auf Eis, schwach auf trockener Straße und sehr schwach auf nasser Straße. ADAC Gesamturteil: mangelhaft.  © ADAC
Winterreifentest
Bei einer Vollbremsung  aus Tempo 100 auf nassem Asphalt kommt der Westlake SW601 Snowmaster erst nach mehr als 22 Metern zum Stehen. Zu diesem Zeitpunkt waren die Autos mit den Chinapneus noch mit 46,5 beziehungsweise 52,2 km/h unterwegs. Solch gravierende Unterschiede können in der Praxis darüber entscheiden, ob es zu einem Unfall kommt oder nicht. © ADAC

Solch gravierende Unterschiede können in der Praxis darüber entscheiden, ob es zu einem Unfall kommt oder nicht. Die beiden in der 185er-Größe getesteten Ganzjahresreifen empfehlen sich je nach Einsatzbedingungen durchaus als Alternativen zum reinen Winterreifen. Insbesondere der Goodyear Vector 4Seasons schwimmt bei hervorragenden Verschleißwerten im Mittelfeld der Spezialisten mit.

Schon im Oktober Preise vergleichen

Bei der Wahl seiner Winterreifen sollte der Preis nur ein untergeordnetes Kaufargument sein. Allerdings lohnt es sich vor dem Kauf die Preise zu vergleichen. So hat der ADAC für ein und dasselbe Modell Preisspannen bis zu 34 Euro pro Reifen bei den 185ern und bis zu 81 Euro bei den teureren 225ern festgestellt.

Der ausführliche ADAC-Winterreifentest ist in der Oktoberausgabe der ADAC-Motorwelt und im Internet unter www.adac.de nachzulesen.

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