ADAC: Sensationslust an Unfällen nimmt zu

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ADAC: Wer Rettungsarbeiten behindert, macht sich strafbar (Symbolbild).

Nach Unfällen auf der Autobahn gibt es, laut ADAC, immer mehr sensationshungrige Zuschauer. Autofahrer parken ihren Wagen auf dem Pannenstreifen, gucken zu und machen Fotos.  

Wenn es auf der Autobahn kracht, halten andere Autofahrer an. Doch nicht etwa um zu helfen, sondern zum Gaffen. Immer öfter behindern diese sensationslustigen Zuschauer die Einsatzkräfte, die helfen wollen.  

Wer Rettungsarbeiten behindert, muss mit einem Bußgeld von mindestens 40 Euro, im schlimmsten Fall sogar mit 5.000 Euro rechnen. Außerdem können Schaulustige von Einsatzkräften auch in Haft genommen werden.

Auch wer vermeintlich aus der Ferne zusieht und das Auto auf dem Pannenstreifen abstellt, aber damit eine Rettungsgasse blockiert, muss mit 20 Euro Strafe rechnen.

Seit einigen Jahren ist laut ADAC zu beobachten, dass das Phänomen des Gaffens immer weiter zunimmt. Die Rufe nach härteren Bestrafungen derer, die Rettungseinsätze behindern, werden immer lauter. Doch in der Praxis haben die Einsatzkräfte der Polizei nach Unfällen Wichtigeres zu tun, als die Personalien der Gaffer aufzunehmen und diese zu bestrafen. Die schnelle Versorgung der Verletzten oder das Absperren der Unfallstelle muss an erster Stelle stehen, um Schlimmeres zu verhindern.

Eis und Schnee: Dieses Bußgeld droht Autofahrern

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Was Recht ist bei Eis und Schnee. Ab sofort sind Winterreifen in Deutschland vorgeschrieben. Nach dem Gesetz, das Ende November 2010 vom Bundesrat verabschiedet wurde, sind Winterreifen bei winterlichen Wetterverhältnissen Pflicht. © dpa
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Schnee auf dem Dach oder mit Sommerreifen unterwegs? Das kann für Autofahrer teuer werden. Hier haben wir die wichtigsten Infos für Sie zusammengestellt. © dpa
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Auf verschneiten und glatten Straßen" winterlichen Straßenverhältnissen" ist das Fahren mit Sommerreifen verboten. Wer sich nicht daran hält und erwischt wird, muss hierzulande ein Verwarnungsgeld von 60 Euro zahlen und mit einem Punkt in Flensburg rechnen. © dpa
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Wird durch die falsche Bereifung dazu noch der Verkehr behindert, werden 80 Euro fällig und ein Punkt in Flensburg. © dpa
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Die Straßenverkehrsordnung versteht sogenannte M+S-Reifen als Winterreifen, die Mindestprofiltiefe ist mit 1,6 Millimetern gesetzlich vorgeschrieben. Der ADAC empfiehlt eine Profiltiefe von mindestens vier Milimetern. Auch sollten die Winterreifen nicht älter als fünf Jahre sein. Ab dem 1. Januar 2018 gekaufte Winterreifen müssen außerdem das Alpine-Symbol vorweisen. © dpa
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Die in Anhang II Nr. 2.2 der Richtlinie 92/23/EWG beschriebenen Eigenschaften erfüllen auch Ganzjahres- oder Allwetterreifen sowie geprüfte Winterreifen, die zusätzlich das Schneeflockensymbol mit den drei Bergspitzen zeigen. © dpa
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Außerdem gilt in Österreich seit kurzem eine gesetzliche Pflicht für Winterreifen. Wer zwischen dem 1. November und dem 15. April in dem Nachbarland mit Sommerreifen unterwegs ist, riskiert ein Bußgeld von 35 Euro. Wer dabei die Verkehrssicherheit schwer beeinträchtigt, kann mit bis zu satten 5000 Euro zur Kasse gebeten werden. Unter Umständen ziehen die Behörden das Auto auch komplett aus dem Verkehr. © dpa
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Schneeketten müssen aufgezogen werden, wenn es durch Beschilderung vorgeschrieben wird. Fahrzeuge mit Allradantrieb müssen dann an mindestens zwei Rädern einer Antriebsachse Ketten aufziehen, sonst droht dem Fahrer ein Verwarnungsgeld von 20 Euro. © dpa
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Das Warmlaufen des Motors ist verboten und wird mit 10 Euro verwarnt. © dpa
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10 Euro muss auch derjenige zahlen, der aus Bequemlichkeit nur ein kleines Guckloch in seine vereiste oder zugeschneite Frontscheibe kratzt. © dpa
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Frostschutzmittel muss in der Scheibenwischanlage enthalten sein, sonst gelten die gleichen Strafen wie beim Fahren ohne Winterreifen. © dpa
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Ebenso sollte das Autodach vom Schnee befreit werden, damit herab fallende Schneemengen den nachfolgenden Verkehr nicht behindern. Außerdem rutscht der Schnee beim Bremsen sonst nach vorne auf die Windschutzscheibe. © dpa
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Auch Blinker, Rücklichter, Scheinwerfer und die Kennzeichen müssen vor Fahrantritt von Schmutz und Schnee befreit werden. © dpa
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Stop oder Vorfahrt müssen immer beachtet werden. Verstöße werden ebenfalls mit Bußgeld bestraft. © dpa
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Auch verschneite Verkehrsschilder, besonders diejenigen, die dem Fahrer bekannt sind oder allein an ihrer Form erkennbar sind. Die fehlende Lesbarkeit beim Verstoß schützt nicht vor einer Strafe. © dpa
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Das Fahrverhalten sowie die Ausrüstung müssen im Interesse der Sicherheit grundsätzlich an die besonderen Straßenverhältnisse angepasst werden. © dpa
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Andernfalls drohen empfindliche Geldbußen, ganz zu schweigen von versicherungsrechtlichen Konsequenzen nach Unfällen. © dpa
Wer seinen Wagen mit abgelaufenem Saisonkennzeichen auf öffentlichen Plätzen oder Straßen abstellt, zahlt 40 Euro, bekommt einen Punkt und muss die Kosten des Abschleppens zahlen. © HUK
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Der ADAC empfiehlt im Winter immer einen Eiskratzer, Handschuhe, eine Abdeckfolie für die Windschutzscheibe sowie einen Türschloss-Enteiser dabei zu haben. Auch eine warme Decke und Proviant sollten bei längeren Fahrten an Bord sein. © dpa

Wer als Erster an eine Unfallstelle kommt, muss laut ADAC Erste Hilfe leisten und den Unfall der Polizei melden. Wenn schon Einsatzkräfte an Ort und Stelle sind, ist alles zu unterlassen, was die Retter in ihrer Arbeit beeinträchtigen könnte. Wer den Unfall auf der Gegenspur begafft und deshalb bremst, bringt sich und andere in Gefahr und wird so vielleicht gleich selbst Opfer anderer Gaffer.

ADAC/ml

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