Daten offenbar kaum geschützt

Nächster Skandal beim ADAC?

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Die ADAC-Zentrale in München.

München - Der ADAC hatte sich erst von den Skandalen aus dem vergangenen Jahr erholt, da steht der nächste Eklat ins Haus. Dieses Mal handelt es sich um leicht zugängliche Mitgliederdaten.

Der ADAC steht vor dem nächsten Skandal. Erst im vergangenen Jahr wurde beim Automobilclub aufgedeckt, dass der renommierte Autopreis "Gelber Engel" seit mehreren Jahren manipuliert worden war. Außerdem sollen einzelne Top-Manager Rettungshubschrauber und Rettungsflieger für private Zwecke missbraucht haben.

Jetzt gibt es anscheinend den nächsten Eklat: Angeblich können mit ein paar wenigen Klicks Millionen Kundendaten im Internet abgerufen werden. Das berichtet die Bild-Zeitung und beruft sich auf einen IT-Spezialisten, der dieses Daten-Leck ausfindig gemacht hatte.

ADAC: 19 Millionen Kundendaten frei im Netz zugänglich?

So könnten Betrüger mit ein paar einfachen Tricks auf adac.de hochsensible Datensätze abgreifen. "Ich wollte etwas bestellen, da fiel es mir sofort auf", sagte der IT-Spezialist. "Dazu war überhaupt kein Fachwissen zur Nutzung dieser Lücke notwendig!" Dabei standen ihm fast 19 Millionen Daten zur Verfügung: Vorname, Name, Mitgliedsnummer, Eintrittsdatum, Plus-Mitgliedschaft.

Und wo liegt das Problem, werden sich einige denken? Betrüger könnten sich die Daten zunutze machen und Mitglieder anrufen, um ihnen Sonderangebote zu machen. Es ist auch möglich, dass sie sich als vertrauenswürdige ADAC-Mitarbeiter ausgeben können und Bank- oder Kreditkartenverbindungen abgreifen können.

Der ADAC-Sprecher Jochen Oesterle sagt dazu: "Für uns hat die Sicherheit der Mitgliederdaten höchste Priorität. Deshalb sind wir sofort dem Hinweis nachgegangen und haben das Werbebanner offline gestellt." Nun werde mit "Hochdruck" daran gearbeitet, ob die Daten tatsächlich für Dritte zugänglich waren.

ms

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