ADAC-Studie: Gurt und Airbag unzuverlässig

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Airbag und Gurt zählen zu den wichtigsten Lebensrettern im Auto.

Sie zählen zu den wichtigsten Lebensretter im Auto: Gurt und Airbag. Doch beim Frontalcrash zeigen die beiden noch große Schwächen, wie eine aktuelle ADAC-Studie zur Unfallforschung zeigt. 

Insgesamt wertete die ADAC-Unfallforschung 5.000 schwere Unfälle mit Blick auf die Notfallhelfer Airbag und Gurt aus.

Das Ergebnis zeigt, dass gerade ältere Menschen, Heranwachsende, Frauen und Personen mit wenig Gewicht bei Frontalkollisionen eindeutig benachteiligt sind. Sie alle müssen häufiger mit lebensbedrohlichen Verletzungen rechnen.

Für die Sicherheit: Richtig Sitzen im Auto

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Gurt und Airbag müssen sich laut ADAC an das individuelle Gewicht des Insassen und an seine Sitzposition anpassen. © ADAC/dpa
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Die richtige Sitzposition: Beim Unfall kann das Sitzen hinterm Steuer entscheidend sein. Die Rückhaltesysteme schützen besser, wenn extreme Sitzpositionen vermieden werden. © ADAC/dpa
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GUT: Mit der entspannten Sitzhaltung lässt sich das Fahrzeug am besten beherrschen. Der Abstand zum Airbag ist ausreichend. © ADAC/dpa
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Schlecht: Die verkrampfte Haltung stört beim Fahren. Beim Frontalunfall ist mit höheren Belastungen im Brustbereich zu rechnen. © ADAC/dpa
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Schlecht: Die lässige Sitzposition erschwert schnelle Ausweichmanöver. Das Gurtband liegt bei manchen Autos nicht exakt an Schulter und Brust an. © ADAC/dpa
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Verletzungsrisiko bei Personen außerhalb der Norm: Brustverletzungen. Bei Frauen wurden in 62 Prozent der Fälle schwere Verletzungen in der Brustregion festgestellt. Bei Männern liegt der Anteil mit 46 Prozent deutlich niedriger. Ein Grund dafür ist, dass Frauen häufiger als Männer direkt am Lenkrad sitzen, also knapp vor der Stelle, an der der Front-Airbag mit einer hohen Anfangsgeschwindigkeit von über 300 km/h in den Innenraum des Fahrzeugs schnellt. © ADAC/dpa
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Airbag Ausstattungsquote © ADAC/dpa
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Die Rückhaltesysteme für den Notfall sind auf den sogenannten „Norm-Mann“ ausgelegt. Er wiegt 75 Kilogramm und ist 1,75 Meter groß. Personengruppen, die diesem Standard nicht entsprechen, haben im Fall eines Crashs entsprechend schlechtere Karten. © ADAC/dpa
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Der ADAC fordert deshalb die Entwicklung von intelligenten Gurten und Airbags, die sich auch auf Personen außerhalb der Norm einstellen lassen und diese so besser schützen. © ADAC/dpa

Grund: Die Rückhaltesysteme für den Notfall auf den sogenannten „Norm-Mann“ ausgelegt sind. Er wiegt 75 Kilogramm und ist 1,75 Meter groß.

Personengruppen, die diesem Standard nicht entsprechen, haben im Fall eines Crashs entsprechend schlechtere Karten. Der ADAC fordert deshalb die Entwicklung von intelligenten Gurten und Airbags, die sich auch auf Personen außerhalb der Norm einstellen lassen und diese so besser schützen.

Quelle: ADAC 

 

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