Alko-Schloss am Auto soll Betrunkene stoppen 

+
Wenn holländische Autofahrer Alkohol im Blut haben, könnte ihr Wagen künftig automatisch streiken.

Nach den Schweizern, sagen jetzt auch die Holländern dem Alkohol am Steuer den Kampf an: Wer trinkt und mit mehr als 1,3 Promille erwischt wird, bekommt ein Alkoholschloss ans Auto.

Wenn holländische Autofahrer Alkohol im Blut haben, könnte ihr Wagen künftig automatisch streiken. Dafür sollen ab Mai 2011 sogenannte Alkoholschlösser sorgen, deren Einbau für Promillesünder Pflicht wird. Nur wer dann beim Atemtest in seinem Wagen nüchtern ist, kann ihn starten. Das kündigte die für den Straßenverkehr zuständige Ministerin für Infrastruktur und Umwelt Melanie Schultz van Haegen am Mittwoch an.

Lesen Sie mehr:

Schweiz: Autofahrer müssen mit 50 zum Sehtest

Russland jagt betrunkene Fahrer mit "Alko-Laser"

Hitze im Auto wirkt wie Alkohol

Zur zumindest zeitweiligen Anbringung eines Alkoholschlosses sollen Fahrer verdonnert werden, die bei Polizeikontrollen mit mehr als 1,3 Promille am Steuer erwischt wurden. Der Grenzwert entspricht je nach körperlicher Verfassung sechs bis zehn der in den Niederlanden üblichen kleinen Gläser Bier (0,25 Liter).

In besonderen Fällen - etwa bei bekannter Alkoholsucht eines Autobesitzers - soll die Fahrsperre so eingestellt werden, dass sie unterwegs in regelmäßigen Abständen neue Atemtests verlangt. Ziel der Zwangsmaßnahme sei es, die Zahl der Toten infolge alkoholbedingter Unfälle zu reduzieren, erklärte die Ministerin. Tests mit den Geräten hätten gezeigt, dass sie notorische Alkoholfahrer ausbremsen können.

dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.