Alltagstest

Der Mitsubishi L200, ein Pick-up für Asphalt-Cowboys

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Nicht nur auf dem Gelände macht der Mitsubishi L200 eine gute Figur.

Ist der Mitsubishi L200 nur ein Nutzfahrzeug oder auch etwas für den Großstadtdschungel? Wir sind den Pick-up schon einmal Probe gefahren. Das ist unser Fazit.

  • Nach wie vor gehören Pick-ups zu den Exoten auf unseren Straßen.
  • Weil sie aber inzwischen nicht nur solide Arbeitsfahrzeuge sind, sondern auch durchaus mit Komfort aufwarten, erfreuen sie sich zunehmender Beliebtheit.
  • Wir waren mit dem frisch überarbeiteten Mitsubishi L200 2.2 Di-SD mit Doppelkabine unterwegs.

Mitsubishi L200: Das packt das Nutzfahrzeug

Das kantige Äußere, das zweckmäßige Cockpit und die Blattfedern machen klar, dass es sich hier um ein Nutzfahrzeug handelt. Eine maximale Zuladung von 970 Kilogramm sowie eine (gebremste) Anhängelast von bis zu 3.100 Kilogramm unterstreichen dies eindrücklich. Trotzdem hat man nicht das Gefühl, in einem Ackerschlepper unterwegs zu sein.

Souveräner und kräftiger Diesel

Der Diesel mit 2.268 Kubikzentimetern und 150 PS muss vorgeglüht werden wie in den guten alten Selbstzünder-Zeiten, er ist immer etwas ruppig, kein Dynamiker, aber er lässt den L200 sanft mit Tempo 130 dahingleiten. Wir sind selten so entspannt und souverän gefahren. Trotz 5,30 Metern Länge und einer Breite von 2,16 Metern ist der Mitsubishi dank übersichtlicher Karosserie auch im Stadtverkehr gut zu bewegen. Die Rückfahrkamera ist aber zum Einparken unbedingt nötig.

Erfahren Sie hier, wie sich der Mitsubishi Outlander im Fahrtest macht.

Mitsubishi L200: Kein Fall für die Langstrecke

Im Arbeits- und Kurzstreckeneinsatz macht sich der L200 gut, auf Langstrecken dürfte er ein klein wenig mehr Komfort haben, insbesondere bei den Sitzen. Der Automatik-Wählhebel muss mit viel Nachdruck eingelegt werden und bei Schmuddelwetter droht auf den Trittbrettern Verschmutzungsgefahr fürs Beinkleid. Es muss einem auch klar sein, dass es zwar fünf Sitzplätze gibt, dann aber fürs Gepäck kein Platz in der Kabine mehr bleibt.

Der Automatik-Hebel braucht etwas Kraftaufwand.

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So viel kostet der Mitsubishi L200

Bei sehr entspannter Fahrweise schafften wir sieben Liter Diesel auf 100 Kilometer, im Alltag sind acht Liter realistischer, im Allradbetrieb muss man einen Zuschlag einkalkulieren. Unser Testexemplar hatte einen Basispreis von 38.190 Euro, dazu addieren sich 720 Euro für die (sehr schöne) Metalliclackierung Impulse Blau.

Fazit zum Mitsubishi L200: Ein Cruiser für Asphalt-Cowboys

Der Mitsubishi L200 ist nach wie vor ein robuster Vertreter, bestens geeignet für den Arbeitseinsatz. Er macht aber auch im Großstadtdschungel eine gute Figur und lässt einen ganz entspannt als Asphalt-Cowboy cruisen.

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Volker Pfau

Warnleuchten im Auto und was sie bedeuten

Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Plötzlich blinkt und leuchtet es im Cockpit! Die Symbole und Kontrolllichter am Armaturenbrett zeigen an, ob dem Auto technisch etwas fehlt. Allerdings, ist es wichtig zu wissen, was die Lämpchen bedeuten. Hier die wichtigsten Kontrollleuchten im Auto:  © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Motoröldruck zu niedrig. Motor abstellen. Ölstand prüfen und gegebenenfalls nachfüllen - hilft aber nicht immer. Meist muss der Wagen in eine Werkstatt geschleppt werden.  © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Ölmangel, Ölstand überprüfen und nachfüllen - sonst droht Motorschaden.  © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Anschnallzeichen: Einer oder einige der Fahrgäste sind nicht angeschnallt. Das Symbol leuchtet auch auf, wenn eine schwere Tasche auf dem Sitz steht.  © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Probleme bei der Stromversorgung: Generator defekt oder eine elektrische Verbindung unterbrochen. Motor nicht ausschalten und zur nächsten Werkstatt. NICHT weiterfahren bei elektrischer Servolenkung (Lenkkraftunterstützung kann ausfallen) oder gerissener Keilriemen (Motor kann überhitzen).  © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Probleme mit der Bremse. Brennt dieses Licht auch bei gelöster Handbremse, droht große Gefahr. Zu wenig Bremsflüssigkeit oder die Beläge sind bis aufs Metall runter. Sofort anhalten und Pannendienst rufen.  © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Motor ist überhitzt. Kühlwasser reicht nicht mehr. Anhalten und abkühlen lassen. Danach unbedingt in die Werkstatt.  © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Reifendruckkontrollsystem meldet zu niedrigen Reifendruck. Eventuell harmlos, wenn das Symbol nach dem Reifenwechsel leuchtet (fehlende Kalibrierung) - mehr in der Betriebsanleitung.  © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Störung im Rückhaltesystem. Funktionsversagen des Airbags/ Gurtstraffers bei Unfall möglich - sofort in die Werkstatt. Symbol leuchtet auch bei deaktiviertem Beifahrerairbag (wg. Kindersitz).   © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Bremsbeläge sind abgefahren und sollten demnächst erneuert werden. Weiterfahren möglich.  © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
ESP (Elektronisches Stabilitätsprogramm) ist aktiv - oft auf nassen und vereisten Straßen. Vorsichtig lenken, keine Vollbremsung machen und Fuß vom Gas nehmen.  © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Probleme mit der Motorsteuerung. Der Schadstoffausstoß kann erhöht sein. Symbol leuchtet auch, wenn die Lambdasonde defekt ist oder ein Marder ein Kabel beschädigt hat. Umgehend in die nächste Werkstatt fahren.  © ADAC
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Nebelschlussleuchte ist eingeschaltet. In Deutschland nur erlaubt, wenn die Sicht durch Nebel geringer als 50 Meter ist.  © ADAC

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