Alternative Reifengas - Was bedeuten grüne Ventilkappen?

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Autoreifen tragen wesentlich zum Spritverbrauch bei - der Füllstand macht den Unterschied. Bei Stickstoff bleibt der Druck etwas länger konstant. Foto: Andrea Warnecke

Wer Autoreifen regelmäßig mit neuer Luft befüllt, kennt die normalen schwarzen Ventilkappen. Es gibt jedoch auch die grüne Variante - sie weist auf die Befüllung mit Stickstoff hin. Der Nutzen dieser Methode ist jedoch umstritten.

Essen (dpa/tmn) - Die meisten Autos haben schwarze Ventilkappen an den Rädern, einige wenige grüne. Ein kleiner Unterschied, der darauf hinweist, womit die Reifen befüllt sind. Nach Angaben des Tüv Nord befindet sich in Rädern mit grünen Ventilkappen Stickstoff.

Das sogenannte Reifengas wird in erster Linie in Reifen an Flugzeugen, Formel-1-Rennwagen und Gefahrguttransportern eingesetzt, weil es unter anderem nicht brennbar ist.

Vermehrt bewerben Werkstätten und Reifenhändler Stickstoff auch bei Autofahrern. Das Gas soll den Reifendruck länger konstant halten, das Fahrverhalten verbessern und den Spritverbrauch verringern. Allerdings lassen sich die Vorteile nach Angaben des Tüv Nord nicht belegen. Auch Reifen mit Druckluft haben ähnlich positive Effekte, wenn der Reifendruck richtig eingestellt ist.

Luft hat einen Stickstoffanteil von etwa 78 Prozent. Zwar ist der Sauerstoffanteil deutlich höher. Doch dieser Unterschied wirkt sich bei Pkw-Reifen, die verglichen zu Lkw-oder Flugzeugreifen einen geringeren Druck haben, kaum aus. Der einzige positiv messbare Effekt bei Stickstoff ist ein etwas verlangsamter Druckverlust. Die Stickstoffmoleküle sind größer als Sauerstoffmoleküle und entweichen etwas langsamer aus dem Reifen.

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