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Rivian als elektrisches Paket-Auto: Amazon-Boten berichten von ihren Erfahrungen

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Von: Marcus Efler, Simon Mones

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Amazon will in den kommenden fünf Jahren eine Milliarde Euro in Elektroautos investieren. Jetzt berichten Paketboten über ihre Erfahrungen mit den Autos von Rivian.

Update vom 22. Januar 2023, 10:05 Uhr: Mittlerweile sind die ersten elektrischen Rivian in den USA im Einsatz für Amazon – und deren Fahrer zeigen sich in einer Reportage auf dem US-News-Channel CNBC durchaus angetan. Das beginnt beim modernen Design, so gefällt einem Paketboten das helle LED-Band, das gut sichtbar um das Heck läuft.

Die vielen Griffe und die moderne Bedienung per Touchsreen erleichtern den Job, so die Paketfahrer. Der Laderaum ist aufgrund des kompakten Elektroantriebs deutlich größer als beim ebenfalls in Amazon-Diensten fahrenden Mercedes Sprinter.

Anfangs befürchtete Probleme mit der Reichweite gibt es offenbar nicht, die Akkus halten problemlos für die bis zu 150 Meilen (ca. 240 Kilometer) langen Touren, und werden über Nacht wieder geladen. Die ebenfalls zuerst kritisierte Überwachung per Kamera scheint im Praxisbetrieb ebenfalls kein Thema mehr zu sein.

Insgesamt mache Rivians Elektro-Transporter die Arbeit der teils selbständigen oder von Dritt-Unternehmen beschäftigte Fahrer sicherer, effizienter und komfortabler, so der Tenor im Video. Der Versandriese will künftig verstärkt auf Elektroantrieb setzen, und dafür auch Fahrzeuge von Stellantis oder Mercedes einsetzen.

Erstmeldung vom 11. Oktober 2022, 14:54 Uhr: Das Elektroauto setzt sich immer mehr durch, so war das Tesla Model Y im September das am häufigsten zugelassene Auto in Deutschland. Längst haben auch Firmen verstanden, dass der Elektromobilität die Zukunft gehört. Das gilt auch für den Versandhändler Amazon, der eine Milliarden-Investition angekündigt hat.

In den kommenden fünf Jahren will der Onlinehändler in Europa eine Milliarde Euro in die Elektrifizierung seines Liefer- und Warenverkehrs investieren. 400 Millionen Euro sollen alleine nach Deutschland fließen, wie Amazon am Montag erklärte.

Ein Elektro-Transporter von Amazon.
In den USA setzt Amazon bereits auf einen eigens von Rivian entwickelten Elektro-Transporter. © Rivian

Elektroauto: Amazon investiert eine Milliarde Euro

Bislang liefern europaweit rund 3.000 Elektroautos des hauseigenen Zustelldienstes Amazon-Pakete aus. Bis 2025 sollen es mehr als 10.000 werden. In den USA setzt der Versandhändler auf eigens von Rivian entwickelte Elektroautos. Zudem will das Unternehmen 1.500 Elektro-Lkw – wie den Mercedes-Benz eActros Long Haul – für den Warenverkehr seiner Versandzentren einsetzen. 500 davon sollen über deutsche Straßen rollen.

Geplant sind außerdem Ladestationen und Ökostromanlagen. In größeren Städten könnten Amazon-Pakete künftig auch vermehrt zu Fuß oder mit einem Lastenrad zugestellt werden. Derzeit gibt es laut dem Unternehmen derartige „Micro Hubs“ für die Auslieferung ohne vierrädrige Fahrzeuge in gut 20 europäischen Städten. Bis 2025 sollen es dann doppelt so viele sein.

Elektroauto: Amazon strebt Netto-Null-Emissionen an

Diese Maßnahmen sollen dabei helfen, bis 2040 den CO2-Nettoausstoß von Amazon auf null zu senken. Die Dekarbonisierung des Transportnetzwerks sei einer der anspruchsvollsten Bereiche, sagte Vorstandschef Andrew Jassy laut Mitteilung.: „Um hier Netto-Null-Emissionen zu erreichen, sind erhebliche und nachhaltige Investitionen erforderlich.“

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Amazon ist jedoch nicht das einzige Unternehmen, das bei der Zustellung von Paketen auf Elektroautos setzt. So hat die Deutsche Post lange selbst Stromer gebaut. Auch in Österreich wird die Post umweltfreundlich mit Elektroautos ausgeliefert. US Postal hält derweil am Verbrenner fest. (Mit Material der dpa)

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