April teuerster Monat aller Zeiten für Autofahrer

Hamburg - Der April war der teuerste Monat aller Zeiten für die deutschen Autofahrer. Der Spritgipfel scheint jedoch überwunden zu sein. Mit Osama bin Laden hat das aber nichts zu tun.

Wie der ADAC am Montag mitteilte, stieg der Preis für einen Liter Super E10 an freien und Markentankstellen im Monatsdurchschnitt um 4,5 Cent auf 1,56 Euro. “Nie zuvor war damit Benzin in einem Monat teurer als im April“, erklärte der Autoclub. Den Höchstpreis kassierten die Tankstellen am vergangenen Freitag, dem 29. April.

Die größten Spritschlucker der Straße

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Über das Wochenende fiel der Benzinpreis aber deutlich von seinen Rekordständen zurück. Nach 1,62 Euro für einen Liter Superbenzin am Freitag lag der Preis am Montag bei 1,58 bis 1,59 Euro, wie ein Sprecher der Mineralölindustrie mitteilte. Diesel kostete im Schnitt 1,43 Euro nach 1,46 Euro. Damit lag der Benzinpreis am Freitag deutlich über dem Rekord vom 4. Juli 2008, als 1,595 Euro erreicht worden waren.

Der Ölpreis fiel am Montag ebenfalls, nachdem US-Präsident Barack Obama den Tod des Al-Kaida-Führers Osama bin Laden bekanntgegeben hatte. Das für Europa wichtige Nordseeöl der Sorte Brent sank im Preis um zeitweise mehr als 2 Dollar auf 122,60 Dollar pro Barrel (159 Liter).

Noch deutlich stärker war der Rückgang beim US-Öl, das am Freitag noch über 114 Dollar kostete und am Montag zeitweise bei 111 Dollar notierte. Händler erinnerten daran, dass nach dem Tod von Bin Laden möglicherweise die Fähigkeit von Al Kaida zu destabilisierenden Anschlägen gesunken sei.

Der Einbruch beim Benzinpreis steht nicht im Zusammenhang mit dem Tod des Terrorführers. Seit Jahren geht der Preis am Wochenende zurück. Die Ölkonzerne nehmen nach eigenen Angaben am Wochenende nur Preissenkungen vor, keine Preisanhebungen. Nach Untersuchungen des ADAC sind daher der Sonntag und der Montagvormittag die billigste Zeit der Woche zum Tanken. Oft hält der Preisverfall nicht lange an, und die Tankstellen setzen im Lauf des Montags die Preise wieder hoch.

Diesel verteuerte sich im April gegenüber März um 1,6 Cent auf durchschnittlich 1,45 Euro. Den Höchstpreis von 1,48 Euro verlangten die Tankstellen am 22. April. “Auffällig dabei ist, dass die Tageshöchststände beider Kraftstoffsorten auf einen Freitag fielen“, kritisierte der ADAC.

Am günstigsten war Super am Sonntag, dem 3. April, mit 1,51 Euro und Diesel am Montag, dem 4. April, mit 1,42 Euro. Der ADAC lobte, dass die Ölkonzerne wieder flächendeckend das bisherige Superbenzin E5 mit 95 Oktan anbieten wollen.

dapd

Rubriklistenbild: © dpa

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