Artega stellt deutschen Elektro-Sportwagen SE auf der IAA vor

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Tesla hat es in den USA mit seinem Roadster vorgemacht, nun könnte es bald auch einen Elektro-Sportwagen aus Deutschland geben: Das Unternehmen Artega aus Delbrück präsentiert auf der IAA in Frankfurt den SE.

Zwei auf der Hinterachse untergebrachte Elektromotoren mit zusammen 280 kW / 380 PS sorgen für Vortrieb und übertragen die Kraft unabhängig von einander auf eines der beiden hinteren Räder. Den Sprint von null auf 100 absolviert der Artega SE in 4,3 Sekunden und damit eine halbe Sekunde schneller als der Artega GT mit Verbrennungsmotor. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei mindestens 250 km/h.

Die gesamte Antriebseinheit wiegt 150 Kilogramm, das Batteriesystem bringt 310 Kilogramm auf die Waage. Der Artega SE wiegt mit 1,4 Tonnen nicht einmal 130 Kilogramm mehr als der GT.

Nach NEDC-Norm hat der Elektro-Artega eine Reichweite von 300 Kilometern, bei normaler Fahrweise sollen es rund 200 Kilometer sein. Artega spricht von einem Wirkungsgrad des Antriebs von über 90 Prozent. Über den Anschluss am Fahrzeugheck lassen sich die Batterien an einem regulär gesicherten Haushalts-Elektroanschluss aufladen. An Park & Ride-Stationen oder speziellen Parkplätzen mit Ladestationen verkürzt sich die Ladezeit erheblich. Bei entsprechender Ladeleistung kann die komplett entladene Batterieeinheit in 90 Minuten nachgeladen werden.

Mit den Schaltwippen am Lenkrad kann der Fahrer die Stärke der Rekuperation beim Loslassen des „Gaspedals“ stufenlos bestimmen. Der Einstellbereich reicht dabei von der maximal möglichen Rekuperation von rund 75 kW bis hin zu keiner Rekuperation, dem so genannten „Segeln“. Damit kann der Fahrer die Gaspedalcharakteristik entsprechend seinen Wünschen beziehungsweise entsprechend der Fahrsituation anpassen. Das Kombiinstrument wurde neu gestaltet mit kombinierten Analog- und Digitalanzeigen für Geschwindigkeit, Reichweite und Batterieladezustand. Hinzu kommt eine Anzeige des Energieflusses.

Innerhalb der 4000 Quadratmeter großen Produktionsfläche in Delbrück ist die Produktion einer zweiten Version des Sportwagens nach Angaben der Firma durchaus möglich. Denkbar wären jährlich bis zu 500 Fahrzeuge. (ampnet)

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