Audi A4: Mit Liebe zum Detail

Generationswechsel beim Audi A4: Der ist zwar äußerlich nicht ganz so stark erkennbar, doch die inneren Werte sprechen für sich. Foto: Audi
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Generationswechsel beim Audi A4: Der ist zwar äußerlich nicht ganz so stark erkennbar, doch die inneren Werte sprechen für sich.
Ab November sollen Limousine und Kombi ab etwa 31 000 Euro erhältlich sein. Dafür bekommen Käufer einen intelligenten, effizienten und präzisen Mittelklasse-Wagen. Foto: Audi
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Ab November sollen Limousine und Kombi ab etwa 31 000 Euro erhältlich sein. Dafür bekommen Käufer einen intelligenten, effizienten und präzisen Mittelklasse-Wagen.
Innen haben Fahrer und Passagiere mehr Platz. Sie fühlen sich dank digitalem Cockpit, vornehmer Materialauswahl und edlen Schalterleisten auch viel wohler. Foto: Audi
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Innen haben Fahrer und Passagiere mehr Platz. Sie fühlen sich dank digitalem Cockpit, vornehmer Materialauswahl und edlen Schalterleisten auch viel wohler.
Auch die Ausstattung passt zum gehobenen Anspruch: LED-Scheinwerfer, Head-Up-Display, ein Touchpad auf dem Mitteltunnel sowie Assistenzpakete für Stadtverkehr oder Autobahn stehen zur Verfügung. Foto: Audi
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Auch die Ausstattung passt zum gehobenen Anspruch: LED-Scheinwerfer, Head-Up-Display, ein Touchpad auf dem Mitteltunnel sowie Assistenzpakete für Stadtverkehr oder Autobahn stehen zur Verfügung. 
Womit der neue A4 am meisten punktet, sind seine strömungsgünstige Grundkarosserie und die vielen luftigen Details. Damit wird der A4 zur schnittigsten Limousine seiner Klasse. Foto: Audi
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Womit der neue A4 am meisten punktet, sind seine strömungsgünstige Grundkarosserie und die vielen luftigen Details. Damit wird der A4 zur schnittigsten Limousine seiner Klasse.
Der neue A4 verbraucht viel weniger als der alte. Nimmt man das geringere Gewicht, die überarbeiteten Motoren und elektronischen Helfer zusammen, wird er bis zu 21 Prozent sparsamer und kommt im besten Fall mit 3,7 Litern (CO2-Ausstoß: 96 g/km) aus. Foto: Audi
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Der neue A4 verbraucht viel weniger als der alte. Nimmt man das geringere Gewicht, die überarbeiteten Motoren und elektronischen Helfer zusammen, wird er bis zu 21 Prozent sparsamer und kommt im besten Fall mit 3,7 Litern (CO2-Ausstoß: 96 g/km) aus. 

Im Großen und Ganzen sieht der neue Audi A4 aus wie der alte. Doch wer die Bayern bei den letzten Testfahrten mit ihrer wichtigsten Neuheit begleitet, erlebt die Mittelklasse-Limousine als König der Kleinigkeiten.

Im November startet der neue Audi A4 - die mit Abstand wichtigste Neuheit. Das Mittelklasse-Modell tritt in einem hart umkämpften Segment an. Da soll der A4 beweisen, dass Audi den Vorsprung durch Technik nicht verlernt hat. Weil man den besser spüren als sehen kann, haben sie während der Abstimmung zur Testfahrt gebeten.

Alter Look, neues Gefühl

Bis zur Publikumspremiere auf der Internationalen Automobil-Ausstellung IAA (17. bis 27. September) in Frankfurt dauert es zwar noch zwei Monate und bis zur Markteinführung sogar ein halbes Jahr: Doch dann läuft ab etwa 31 000 Euro die nächste Generation des A4 vom Stapel. Die öffnet einem tatsächlich die Augen.

Das Design ist allenfalls eine zaghafte Evolution. Ja, die Haube ist flacher, der Blick entschlossener und insgesamt steht das Auto satter auf der Straße. Und Kleinigkeiten wie die versteckte Fuge der Motorhaube oder die messerscharfen Lichtkanten beeindrucken. Doch wer nach der Studie "Prologue" endlich einen großen Designsprung bei Audi erwartet hat, wird von diesem Hüpfer enttäuscht. Sobald man aber einsteigt und das Auto anfasst, fühlt man sich in einer anderen Welt.

Mehr Platz und Premium-Gefühl

Das liegt nicht nur daran, dass der A4 auf kaum veränderter Fläche spürbar mehr Platz bietet. Deshalb sitzt man in der ersten Reihe mustergültig und in der zweiten mindestens so gut wie in der Mercedes C-Klasse oder dem BMW 3er, tendenziell sogar ein bisschen besser. Es liegt aber vor allem in dem riesigen Sprung, den Audi bei Anmutung und Ambiente gemacht hat: Das Cockpit ist auf Wunsch digital, die Materialauswahl so vornehm wie in der Oberklasse und die Schalterleisten etwa für die Klimaanlage sind edler als im A8. Selbst den albernen Klappmonitor für Navigation und Infotainment haben die Bayern endlich gegen einen feststehenden Flatscreen ausgetauscht.

Auch die Ausstattung zeugt vom neu erwachten Führungsanspruch bei Audi. Egal ob LED-Scheinwerfer oder Head-Up-Display, das Touchpad auf dem Mitteltunnel oder die prallen Assistenzpakete für Stadtverkehr oder Autobahn - nichts, was die Bayern im neuen Q7 am oberen Ende des Baukastens eingeführt haben, bleibt dem A4 vorenthalten. Damit fährt Audi wieder vorne mit in der Spitzengruppe. Aber so richtig absetzen können sich die Herren der Ringe trotzdem nicht. Denn die ganz großen Technologiesprünge wird es in naher Zukunft wohl erst beim autonomen Fahren geben, und da bindet der Gesetzgeber allen Herstellern noch gleichermaßen die Hände.

Schnittig durch den Wind

Es gibt aber eine Disziplin, in der Audi tatsächlich die Nase wieder vorn hat: beim Luftwiderstand. Dank einer strömungsgünstigen Grundkarosserie und vielen luftigen Details ist der A4 die schnittigste Limousine ihrer Klasse. Das sorgt für eine himmlische Ruhe selbst bei höchsten Geschwindigkeiten, und es senkt den Verbrauch. Zusammen mit einer Gewichtsersparnis von bis zu 120 Kilogramm, neuen oder gründlich überarbeiteten Motoren und vielen elektronischen Helfern bis hin zum vorausschauenden Verbrauchsassistenten wird der A4 bis zu 21 Prozent sparsamer und kommt im besten Fall mit 3,7 Litern (CO2-Ausstoß: 96 g/km) aus.

Dafür muss man allerdings ganz am unteren Ende der Motorpalette einsteigen und mit einem 110 kW/150 PS-Diesel vorlieb nehmen. Aber die Auswahl ist breit und die Versuchung groß. Schließlich gibt es zum Start vier Diesel und drei Benziner mit bis zu 200 kW/272 PS.

Ein Auto für alle Ansprüche

Vor allem im Top-Modell mit einem V6-Diesel merkt man, welche Bandbreite der A4 jetzt abdeckt. Zwar kostet er als Quattro mit Doppelkupplung schon in der Grundversion 50 100 Euro und lässt sich mit ein paar Extras locker auf 70 000, 80 000 Euro treiben.

Doch dafür beherrscht er auch alle Gangarten: Zusammen mit einem weit gespreizten Verstellsystem für Fahrwerk, Lenkung und Getriebe gibt er den aggressiven Heißsporn, der mit bis zu 250 km/h über die linke Spur fliegt. Er spielt mit 600 Newtonmeter den souveränen Dauerläufer für entspannte Langstrecken-Fahrten, in dem man hinter Dämmglas dahin dämmert und bei einem Normverbrauch von 4,9 Litern (129 g/km) nur selten an die Box muss. Oder er fegt stramm und scharf über enge Landstraßen wie ein verkappter Sportwagen, der seinen Fahrer bei allem Komfort nie über die Fahrbahnbeschaffenheit im Unklaren lässt.

Fazit: Fortschritt im Deckmantel des Bewährten

Der neue Audi A4 mag aussehen wie der Alte. Doch raffinierter und reifer, intelligenter und effizienter, präzise und potenter und trotzdem zugleich gelassener und entspannter erreicht die Limousine unter dem Deckmantel des Bewährten tatsächlich ein neues Niveau.

Audi A4 3.0 TDIQuattro

Motor und Antrieb: Sechszylinder-Commonrail-Diesel
Hubraum: 2967 ccm
Max. Leistung: 200 kW/272 PS bei 3500 U/min
Max. Drehmoment: 600 Nm bei 1500 - 3000 U/min
Antrieb: Allradantrieb
Getriebe: 8-Gang-Automatik
Maße und Gewichte
Länge: 4,73 m
Breite: 1,84 m
Höhe: 1,43 m
Radstand: 2,82 m
Leergewicht: 1660 kg
Zuladung: 570 kg
Kofferraumvolumen: 480 Liter
Fahrdaten
Höchstgeschwindigkeit: 250 km/h
Beschleunigung 0-100 km/h: 5,3 s
Durchschnittsverbrauch: 4,9 Liter/100 km
Reichweite: k.A.
CO2-Emission: 129 g/km
Kraftstoff: Diesel
Schadstoffklasse: EU6
Energieeffizienzklasse: k.A.
Kosten
Basispreis des A4: ca. 31 000 Euro
Grundpreis des A4 3.0 TDI Quattro: 50 100 Euro
Typklassen: k.A.
Kfz-Steuer: 353 Euro/Jahr
Wichtige Serienausstattung
Sicherheit: Sechs Airbags, Allradantrieb, Schutzsystem City-Notbremsfunktion
Komfort: Klimaautomatik, Touchscreen-Bediensystem, Drive-Select-System
Spritspartechnik: Start-Stopp-Automatik, Getriebe mit Freilauffunktion, Effizienzassistent

Alle Daten laut Hersteller, GDV, Schwacke

dpa-infocom

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